Es ist tatsächlich ein goldener Käfig! Das Leben am englischen Königshof ist durch viele Vorschriften und Rituale geregelt, das Protokoll gilt als eines der strengsten der Welt. Sogar die Queen höchstpersönlich darf nicht tun und lassen, was sie will, sondern hat sich an eiserne Regeln zu halten – ob sie nun sinnvoll sind oder einfach nur angestaubt bis kurios. <BR /><BR /><BR /><BR /> Die Liste der royalen Regeln ist endlos – einige königliche Anweisungen sind sinnvoll (die Thronfolger Charles, 72, William, 39, und George, 7, dürfen nie im selben Flugzeug sitzen, die Gefahr, dass sie gleichzeitig verunglücken könnten, wäre zu groß; Schalentiere und Meeresfrüchte sind tabu, um allergische Reaktionen oder Lebensmittelvergiftungen zu verhindern; Knoblauch macht schlechten Atem).<BR /> Andere wiederum sind zum Schmunzeln (kein Royal darf auf dem Gang zur Toilette erwischt werden, Monopoly ist aus dem Palast verbannt, weil sich Intrigen-Spielchen mit der Queen nicht ziemen, man bevorzugt Schach oder Mühle).<BR />Hier eine Auswahl: <BR /><BR /><BR /><b>Royals wählen nicht</b>: Charles in einem Wahllokal? Niemals! Natürlich hat der Kronprinz das Wahlrecht, sein Kreuzchen könnten aber die Meinungen der Bevölkerung beeinflussen. Dasselbe Prinzip gilt für politische Ämter, die Royals versperrt sind. <BR /><BR /><b>Reihenfolge beachten</b>: Herzogin Kate (39) betritt zuerst den Saal? Das wird niemals geschehen. Wer wo bei offiziellen Anlässen steht, läuft oder sitzt, ist streng geregelt. Der mit dem höchsten Rang ist stets als erster dran. Die Queen schreitet voran, dahinter folgen Prinz Philip (99), Charles und Herzogin Camilla (73), William und Kate. Außerdem: Family first. Eingeheiratete Prinzessinnen dürfen auf Events auf keinen Fall früher erscheinen als geborene Prinzessinnen wie etwa Anne (70). <BR /><BR /><b>Autogramme sind tabu</b><BR /><BR /><BR /><b>Queen satt, alle satt</b>: Neben einer Vielzahl an Essregeln ist diese wohl am einfachsten zu merken: Niemand beginnt vor der Queen zu essen, niemand hört nach ihr auf. Das Problem: Die Monarchin isst ziemlich schnell. <BR /><BR /><b>Keine Autogramme, keine Spitznamen</b>: Nur offizielle Dokumente werden mit einer Unterschrift des Königshauses versehen. Die Fans müssen also auf Autogramme verzichten. Der Grund: die Gefahr der Unterschriftenfälschung. Ebenfalls ein No-Go laut Hofzeremoniell: Spitznamen. Die Herzogin von Cambridge wird in der Presse zwar „Kate“ genannt, doch innerhalb der Familie wird sie mit ihrem Taufnamen „Catherine“ angesprochen. Das gilt für alle Mitglieder des Königshauses. <BR /><BR /><b>Kein Instagram für hochrangige Royals</b>: Nur Familienmitglieder, die keinen öffentlichen Pflichten nachgehen, wie Sarah Ferguson (60), Duchess of York, und ihre Töchter Eugenie (30) und Beatrice (32), dürfen einen persönlichen Instagram-Account führen. <BR /><BR /><b>Anspruchsvolle Hutkreationen</b><BR /><BR /><BR /><b>Keine bunten Fingernägel, keine Miniröcke</b>: Das höfische Protokoll regelt nahezu alle Modefragen. So sind beispielsweise farbenfrohe Nagellacke oder „Fail Nailes“ verboten (die Queen selbst setzt seit 1989 auf dieselbe Nuance, nämlich auf den Nudeton „Ballet Slippers“ von Essie). Die offizielle Kleidung der Royals variiert je nach Anlass und Status. Für die Frauen gilt: Erlaubt ist eine Rocklänge bis zu 10 Zentimeter über dem Knie; bevorzugt werden sollen leichte, schwingende Materialien, es darf aber kein „Marilyn-Moment“ (so nennen Boulevardmedien Bilder in Anlehnung an die Aufnahmen von Marilyn Monroe über einem Lüftungsschacht im Film „Das verflixte siebte Jahr“) entstehen; die Kleidung der Royals soll modern und elegant sein, aber niemals eine politische oder gesellschaftliche Botschaft vertreten. Geschlitzte Röcke oder nackte Schultern betrachtet das Mode-Diktat als „unhöflich“. Hosen sind tagsüber erlaubt. <BR />Zum Outfit bei formellen Veranstaltungen – Schwarz tragen die Royals übrigens ausschließlich bei Beerdigungen – gehören aufwändige Hutkreationen. Nach 18 Uhr müssen verheiratete Frauen diese allerdings durch Tiaras ersetzen, und zwar im perfekten 45-Grad-Winkel. Herzogin Kate beispielsweise, bekam dieses Privileg erstmals bei ihrer Hochzeit mit Prinz William 2011, als sie sich an Queen Elizabeths Sammlung bedienen durfte. <BR /> Meghan Markle trug bei ihren offiziellen Auftritten niemals eine Strumpfhose. Darüber war die Queen „not amused“. Es ist zwar keine offizielle Vorschrift, aber Strumpfhosen werden – selbst im Hochsommer – von der Königin gerne gesehen. Die Monarchin selbst und auch Herzogin Kate halten sich daran. <BR />Außerdem herrscht Pelzverbot. Diese Regel geht auf Edward III. aus dem 12. Jahrhundert zurück. Dennoch hat man die Queen, Herzogin Camilla und sogar Kate schon damit gesehen. Die Handtasche wird nur in der Hand oder in der Armbeuge getragen, nie umgehängt.<BR />Auch Männer haben sich an eine feste Kleiderordnung zu halten: Prinz George und sein Bruder, Prinz Louis (2), dürfen zum Beispiel nur Shorts tragen. Diese Tradition gilt bis zum achten Lebensjahr. Für die Mädchen gilt: Kleider, Strumpfhosen und Riemchensandalen. Bunte T-Shirts mit Aufdrucken wird man bei dem Mini-Royals nicht finden.<BR /><BR /><b>Schwarze Kleider immer dabei</b><BR /><BR /><BR /><b>Nicht die Beine überschlagen</b>: Beim Sitzen die Beine übereinander schlagen? Bloß nicht. Royal-Damen halten beim Sitzen Knie und Knöchel dicht nebeneinander, die Beine sind leicht zur Seite geneigt. Dies wird auch „The Duchess Slant“ (zu Deutsch: die Herzoginnen-Neigung) genannt. Die Hände bleiben an den Seiten der Beine oder liegen auf dem Schoß. <BR /><BR /><b>Schwarze Outfits bei Reisen</b>: Traurige Nachrichten können einen immer erreichen – auch im Urlaub und auf Reisen. Aus diesem Grund müssen Royals immer eine Garnitur schwarzer Kleider dabei haben, um bei einem Todesfall innerhalb der Familie gerüstet zu sein. Diese Regel hat eine Geschichte: Während einer Staatsreise der Queen in Ostafrika 1952 starb ihr Vater George VI. unerwartet. Elizabeth hatte keine Trauerkleidung dabei und konnte sie daher erst nach ihrer Rückkehr tragen.<BR /><BR /><b>Küssen verboten</b>: Sich küssen, Händchen halten, kuscheln, umarmen – all das ziemt sich für einen Royal in der Öffentlichkeit nicht. Zwar ist dies keine festgeschriebene Regel, doch orientiert sich die Familie am Familienoberhaupt. Und Elizabeth zeigt sich mit ihrem Mann stets zurückhaltend, wenn es um Zuneigung geht. <BR />