Sonntag, 13. März 2016

Von der Lawine aus dem Leben gerissen: Trauer um die Opfer

Der Schock sitzt tief: Das Lawinenunglück im Ahrntal hat am Samstag sechs Tote gefordert. Fünf davon stammen aus dem Pustertal. Jeder von ihnen hinterlässt eine große Lücke bei den Angehörigen.

Foto: DLife
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Foto: DLife

Das Ausmaß des Unglücks, das sich am Samstag in Rein in Taufers zugetragen hat, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Sechs Tote sind die Bilanz. Jedoch kann diese Zahl die tiefe Trauer im Ahrntal nicht annähernd beschreiben.

Fünf der sechs Opfer stammten aus dem Pustertal. Unter ihnen ist die 32-jährige Margit Gasser. Groß ist die Betroffenheit in ihrer Heimat Mühlwald, wie der Bürgermeister der Gemeinde Paul Niederbrunner im Gespräch mit der Zett berichtet. Die junge Frau vom Mair am Tinkhof gehörte einer aktiven Familie an, die im Dorfleben stark integriert ist.

Eine große Lücke hinterlässt auch Alexander Patrik Rieder. Der 42-jährige Familienvater aus Kiens hat sich erst vor kurzem den Traum eines Eigenheims in St. Sigmund erfüllt.

Besonders hart traf es den Schützenverein in Niederdorf. Sie verloren bei dem Unglück zwei wichtige Kameraden: Bernhard Stoll (43 Jahre) und Christian Kopfsguter (21 Jahre). Die für Samstag geplante Jahreshauptversammlung wurde umgehend abgesagt.

Das jüngste Opfer war der Luttacher Matthias Gruber. Er war nur 16 Jahre alt, als er starb. Als das verheerende Unglück eintrat, war er mit seinem Vater unterwegs. Während dieser sich noch aus den Schneemassen retten konnte, kam für den Jugendlichen jede Hilfe zu spät.

Das sechste Opfer stammte aus Tirol. Horst Wallner (49 Jahre) war Direktor der Tiroler Wirtschaftskammer und als solcher weit über Nordtirol hinaus geschätzt.

Hier gelangen Sie zum Kondolenzbuch.

stol/Zett

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Umfassende Berichterstattung zum tragischen Lawinenunglück im Ahrntal finden Sie in der Sonntagszeitung Zett.

stol