Samstag, 19. März 2022

Von St. Josef ist kein Wort überliefert

„Ganz spärlich, nur mit einigen Pinselstrichen, wird der hl. Josef im Neuen Testament gekennzeichnet“, sagte Bischof Ivo Muser im Josefsjahr 2021 über den Tiroler Landespatron und Patron der Katholischen Kirche, der am heutigen Samstag gefeiert wird. „Von Josef ist uns kein einziges Wort überliefert, er muss alles andere als ein Sprücheklopfer gewesen sein“, meinte der Bischof.

Die Hochzeit des hl. Josef mit der Gottesmutter Maria. - Foto: © fm

Der hl. Josef wurde erst 1621 in den Heiligenkalender aufgenommen. 1772 erklärte der Tiroler Landtag auf Ersuchen von Kaiserin Maria Theresia den Nährvater Jesu Christi zum Landespatron. Und Papst Pius IX. erhob ihn 1870 zum Patron der Kirche.

Im Bundesland Tirol gilt der 19. März als Landesfeiertag. In Südtirol droht Josef seit der Abschaffung des Feiertags vor 45 Jahren vergessen zu werden. Immer wieder gibt es Bestrebungen, diesen Feiertag wieder einzuführen, bislang waren die Bemühungen aber umsonst.

Besondere Darstellungen des Tiroler Landespatrons sind am 1896 geweihten, in den 1960er Jahren abgebauten und vor mehr als einem Jahrzehnt wiedererrichteten Seitenaltar zum hl. Josef in der Tisner Pfarrkirche zu sehen: seine Vermählung mit der Gottesmutter und sein Tod.

„Insbesondere der Tod Josefs ist eine seltene Darstellung“, sagt der Tisner Pfarrmesner Georg Schwabl. Früher gab es auch in der Unterkirche bzw. in der Beingruft von St. Michael am Tisner Friedhof einen Altar mit der Darstellung des Josefstodes. „Dieses schöne Barockbild befindet sich im Widum und wäre dringend zu restaurieren“, weiß der Mesner. „Und auf der schwarzen Begräbnisfahne ist ebenfalls der Tod des Nährvaters von Jesus Christus zu sehen.“ Somit gibt es diese seltene Darstellung in der Pfarrei Tisens gleich 3-mal.



fm

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