Der Beschluss, die Grenzbefestigungen gen Westen abzubauen, erging schon im April 1989, am 2. Mai machte die ungarische Regierung sein Vorhaben jedoch öffentlich und begann mit dem Abbau der Anlagen. Im folgenden Juni zerschnitten die damaligen Außenminister Ungarns, Gyula Horn, und Österreichs, Alois Mock, in einem symbolischen Akt gemeinsam einen Signalkabel im ungarischen Grenzort Sopron.DDR-Bürger über Ungarn nach WestenDie Öffnung der Grenze zu Österreich ermöglichte es vielen DDR-Bürgern, den Grenzübertritt nach Westen eben genau dort zu versuchen. Tausende Menschen reisten dafür aus der DDR nach Ungarn. Am 10. September 1989 verkündete Außenminister Horn dann, dass DDR-Bürger in den Westen ausreisen dürften und trug dadurch in erheblichem Maße zum Fall der Berliner Mauer bei.Ende der UdSSRAm 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer und damit die innerdeutsche Grenze in Folge von lang anhaltenden Protesten gegen die SED-Regierung. Die Sowjetunion stimmte der Wiedervereinigung der zwei deutschen Staaten zu, die am 3. Oktober förmlich vollzogen wurde. Die erhoffe Konsolidierung der Sowjetunion durch die Öffnung nach Außen bliebt jedoch aus: Im Zuge von Versorgungsengpässen und Putschaktionen trat Michail Gorbatschow vom Amt des Generalsekretärs der KPdSU zurück, blieb jedoch bis zum 25. Dezember 1991 Staatsoberhaupt der UdSSR.In einer Fernsehansprache übergab er dieses Amt schließlich an den neuen Präsidenten der russischen Föderation, Boris Jelzin. Die sowjetische Flagge über dem Kreml wurde eingeholt und durch eine russische ersetzt.stol