Montag, 29. Juli 2019

Vorsicht beim Pilz-Verzehr

In Südtirols Wäldern herrschen derzeit geradezu ideale Bedingungen für Pilze. Entsprechend sind viele Einheimische und Urlauber unterwegs, um sich mit Steinpilz, Pfifferling und Co. zu versorgen.

In Südtirols Wäldern gibt es wieder jede Menge essbare Pilze, aber Vorsicht ist dennoch angebracht.
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In Südtirols Wäldern gibt es wieder jede Menge essbare Pilze, aber Vorsicht ist dennoch angebracht. - Foto: © shutterstock

Wer sich nicht nur auf diese beiden Pilzarten beschränkt, dem wird zur Vorsicht geraten: Nicht jeder Pilz ist nämlich essbar. Martin Kristanell, Experte der Mykologischen Kontrollstellen der Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Südtiroler Sanitätsbetriebes, warnt vor allem vor den „Doppelgängern“: Zu den Pilzarten, die am häufigsten verwechselten werden, gehören der grüne Knollenblätterpilz, die Hallimasche, der Parasol und der Steinpilz.

Um eine Verwechslung und eventuelle Folgen zu vermeiden, stehen allen Pilzsammlern auch in diesem Jahr wieder Expertinnen und Experten der Mykologischen Kontrollstellen der Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit für eine kostenlose Beratung zur Verfügung. Kontrollstellen gibt es in Bozen, Meran, Brixen und Bruneck. Bei Bedarf werden auch Bescheinigungen für den Verkauf von frischen Pilzen sowie Eignungsprüfungen zum Pilzhandel und Pilzverkauf ausgestellt und durchgeführt. Mykologische Zertifizierungen, die für die Gastronomie und für Geschäfte notwendig sind, werden ebenfalls ausgestellt.

Martin Kristanell weiß, dass es nicht viele allgemeingültige Hinweise und Merkmale gib, die man als Sammler beachten sollte. Trotzdem gibt es einige Tipps, die das Sammeln noch effektiver und angenehmer machen:

  • Als Aufbewahrungsort sollte immer ein Korb verwendet werden, wie es das Landesgesetz bereits vorschreibt, da eine luftige Aufbewahrung besonders wichtig für die Konservierung der Pilze ist. So fallen außerdem letzte Erdreste und Sporen noch im Wald zu Boden.
  • Die Reste, die sich am Stiel- ende der Pilze befinden, sollten bereits im Wald entfernt werden, um das Beschmutzen der gesammelten Pilze durch die Erde zu verhindern.
  • Nicht zu vergessen ist die wichtige ökologische Funktion der Pilze für die Waldgesundheit, daher sollten nur Pilze gesammelt werden, bei denen man sich auch wirklich sicher ist, dass sie zum Verzehr geeignet sind und dass sie verwendet werden.
  • Kindern sollte unbedingt erklärt werden, wie wichtig die genaue Identifizierung ist, egal ob die Pilze aus dem Wald, dem eigenen Garten oder aus der Wohnung stammen.

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stol