Freitag, 02. Januar 2015

Vorsicht vor betrügerischen Anbietern von Gasmeldern

Die Post- und Kommunikationspolizei hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Meldungen und Anzeigen von Bürgern erhalten. Diesen sind von Verkäufern Gas- und Rauchmelder aufgeschwatzt worden, die angeblich gesetzlich vorgeschrieben seien.

Vorsicht beim Kauf von angeblich gesetzlich vorgeschriebenen Rauch- und Gasmeldern.
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Vorsicht beim Kauf von angeblich gesetzlich vorgeschriebenen Rauch- und Gasmeldern. - Foto: © APA/DPA

Es handelt sich hierbei um ein kleines Gerät, das Alarm schlage, falls in der Umgebung Gas austritt. Der Betrug besteht darin, die Opfer - meist ältere Menschen - glauben zu lassen, dass ein Einbau der Kohlenmonoxid- und Gasmelder gesetzlich vorgeschrieben sei.

Einstudierte Handelspraxis

Die Vorgangsweise ist dabei klar strukturiert und einstudiert. Die Händler suchen ihre Kunden daheim auf und stellen sich als Vertreter eines führenden Unternehmens im Bereich Gas- und Rauchmelder vor. Sie zeigen ihrer Kundschaft die Geräte, erklären dessen Funktionsweise und schlagen eine Wandmontage vor.

Entscheidet sich das Opfer für den Kauf, wird eine sofortige Barzahlung von 250 Euro verlangt. Dafür führen die Verkäufer auch POS-Geräte mit sich und stellen dem Kunden eine Verkaufsbestätigung, jedoch keine Steuerquittung aus.

Einbau ist nicht verpflichtend

In den Vertragsformularen enthalten ist dann die Aussage, dass der Erwerb des Artikels nicht gesetzlich vorgeschrieben sei und dass der Käufer darüber informiert wurde. Zu guter Letzt wird dem Käufer ein kleines Handbuch mit dem Titel „Handbuch um Betrugsmaschen zu vermeiden und halten wir die Traumdiebe auf“ ausgehändigt.

Auf Rückgaberecht pochen

Die Post- und Kommunikationspolizei verweist darauf, dass der Käufer ein zehntägiges Rücktrittsrecht vom Kauf habe, indem er dem Unternehmen das Gerät zurückschickt und auf die Rückerstattung des bezahlten Betrages pocht. Der von den Verkäufern geforderte Preis liegt zudem deutlich höher als der tatsächliche Wert des Geräts.

Die Behörden warnen die Bevölkerung und mahnen, bei Verkäufen von Haustür zu Haustür misstrauisch zu sein.

ker/stol

stol