Dienstag, 17. Oktober 2017

Waldbrände in Spanien und Portugal zunehmend eingedämmt

Unterstützt von einem Wetterumschwung haben Feuerwehrleute die Flammen auf der iberischen Halbinsel eingedämmt.

Das Wetter begünstigte die Arbeit der Feuerwehren. - Foto: APA/AFP
Das Wetter begünstigte die Arbeit der Feuerwehren. - Foto: APA/AFP

Wegen des Regens und eines deutlichen Temperaturrückgangs habe sich die Gefahr verringert, teilte der Wetterdienst am Dienstag mit. In Portugal rief die Regierung bis Donnerstag eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer der verheerenden Waldbrände aus.

Regierungschef Antonio Luis Santos da Costa bekundete den betroffenen Familien seine Anteilnahme, wie die Zeitung „Diario de Noticias” berichtete. Bei den verheerenden Waldbränden in Portugal kamen mindestens 41 Menschen ums Leben. Die neue Zahl sei am Dienstagabend vom Zivilschutz bekanntgegeben worden, berichtete die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde. Zuvor waren 37 Tote gezählt worden.

Dürre und Brandstiftung verantwortlich

Sechs der insgesamt sieben als vermisst gemeldeten Personen seien inzwischen lebend gefunden worden, hieß es auch. Besonders betroffen waren von den Waldbränden am Wochenende und am Montag die Bezirke Coimbra und Castelo Branco im Zentrum des Landes sowie weiter nördlich der Bezirk Viseu.

In der nordwestspanischen Provinz Galicien verloren vier Menschen bei Waldbränden ihr Leben. Erst im Juni waren bei Bränden in der Mitte Portugals mindestens 63 Menschen ums Leben gekommen.

Neben der monatelangen extremen Dürre sind vermutlich Brandstiftungen für viele Flächenbrände verantwortlich. In der nordwestspanischen Provinz Galicien gehen die Behörden von 132 Fällen aus. „Das sind keine 132 Brände, das sind 132 Angriffe”, sagte eine Sprecherin der Regionalregierung Galiciens im spanischen Radio.

apa/dpa

stol