Freitag, 28. August 2015

Wegen Steinbock und Murmeltier im Visier

Das Wild gehöre dem Staat, mittels Sonderabschussdekreten sei somit über Staatsvermögen verfügt und ein finanzieller Schaden verursacht worden. Das wirft die Staatsanwaltschaft am Rechnungshof dem früheren Direktor des Amtes für Jagd und Fischerei, Heinrich Erhard, und Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder vor.

Foto: Shutterstock/D
Badge Local
Foto: Shutterstock/D

Erhard habe die Abschussdekrete vorbereitet, Durnwalder habe sie in seiner Eigenschaft als Landesrat für Jagd unterzeichnet.

„Beanstandet wird, dass Jagddekrete für Tiere ausgestellt wurden, die zu den nicht jagdbaren Wildarten gehören: Steinwild, Murmeltiere, Dachse, Kormorane und Steinmarder. Bei den Füchsen, Amseln, Aaskrähen und Wacholderdrosseln hält man uns vor, dass Dekrete während der Schonzeit für die jeweilige Tierart ausgestellt wurden“, sagt Erhard.

Durnwalder und Erhard wurden aufgefordert, bis Mitte September zu den Vorhaltungen Stellung zu nehmen. 

rc/D

_______________________________________________________________

Den „Dolomiten“ hat der Altlandeshauptmann heute schon Rede und Antwort gestanden. Was Luis Durnwalder zu den Vorhaltungen sagt, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe des Tagblatts der Südtiroler.

stol