Donnerstag, 15. November 2018

Wie Watte über den Tälern

Wer frühmorgens unterwegs ist, bemerkt in einigen Tälern und besonders in den Talkesseln, dass in diesen Tagen dichter Hochnebel vorherrscht. Landesmeteorologe Dieter Peterlin hat im Gespräch mit STOL erklärt, wie sich Hochnebel bildet.

Die Webcam am Kronplatz gewährt einen Blick über den Brunecker Talkessel. - Foto: Twitter/Dieter Peterlin
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Die Webcam am Kronplatz gewährt einen Blick über den Brunecker Talkessel. - Foto: Twitter/Dieter Peterlin

„Nach dem langen Regen hat sich feuchte Luft im Tal angestaut“, erklärt der Experte. „Abends sinken die Temperaturen und die feuchte Luft kühlt ab – es entsteht Nebel.“ Besonders seien dabei Talkessel betroffen, wie zum Beispiel Bruneck.

Aber: „Im Tagesverlauf verschwindet der Nebel wieder, da er durch die Sonne verdunstet. Dennoch verschwindet die Feuchtigkeit nicht vollkommen: Ein Hochdruckgebiet über ganz Mitteleuropa drückt die Feuchtigkeit weiterhin ins Tal, wie ein Deckel. Daher kann die Feuchtigkeit auch nicht über die Berge entweichen.“

Lösen könne sich dieser Feuchtigkeitsspeicher nur durch Wind oder eine Störung. Beides ist aber derzeit nicht in Sicht.

Die Webcam-Aufnahmen in unserer Bildergalerie zeigen den Hochnebel, der wie ein watteweiches Bett über Südtirol liegt.

stol/ape   

stol