Mittwoch, 12. Oktober 2016

Wiederaufbau im Erdbebenraum kostet 4,5 Milliarden Euro

Knapp sieben Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Italien hat der Ministerrat in Rom am Dienstag den Wiederaufbau der zerstörten Gemeinden beschlossen.

Der Wiederaufbau der vom Erdbeben zerstörten Dörfer in Italien soll 4,5 Milliarden Euro kosten.
Der Wiederaufbau der vom Erdbeben zerstörten Dörfer in Italien soll 4,5 Milliarden Euro kosten. - Foto: © LaPresse

300 Millionen Euro werden in einer ersten Phase locker gemacht. Für den Wiederaufbau des Erdbebengebiets rechnet Italien mit Ausgaben in Höhe von 4,5 Milliarden Euro.

Um den Wiederaufbau zu finanzieren, hat Italien von der EU mehr Flexibilität im Umgang mit dem italienischen Haushaltsdefizit im kommenden Jahr verlangt.

Mit der nun erlassenen Verordnung werden auch die Kriterien bestimmt, nach denen man Entschädigung für den Verlust von Wohnungen in der Erdbebenregion erhalten könne. Volle Transparenz will die Regierung beim Wiederaufbau garantieren.

So soll eine „weiße Liste“ von Unternehmen zusammengestellt werden, die alle diesbezüglichen Kriterien erfüllen und in die Wiederaufbau-Pläne eingebunden werden können.

Bei dem Beben am 24. August waren nach offiziellen Angaben 298 Menschen ums Leben gekommen, davon 236 in Amatrice, 51 in Arquata und 11 in Accumoli. Premier Matteo Renzi besuchte am Dienstag die Ortschaft Arquata.

Er kündigte an, dass der Luxuskonzern Tod's in der Gemeinde eine Schuhfabrik errichten werde. Renzi hatte Ende September versprochen, die zerstörten Gemeinden würden wieder aufgebaut – „wo sie waren, wie sie waren und – wenn möglich – noch schöner als vorher“.

apa

stol