Mittwoch, 11. Oktober 2017

„Wir kämpfen mit legalen Mitteln“

„Wir verurteilen die Todesdrohungen gegen den Südtiroler Jagdverband ohne Ausnahme“, meldet sich die Tierschutzorganisation LAV in Bozen zu Wort. Sie weist jegliche Mitschuld an der Sprühattacke von sich und verwehrt sich gegen den Generalverdacht, die Täter kämen aus ihren Kreisen.

Der schwarze Schriftzug am Sitz des Südtiroler Jagdverbandes.
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Der schwarze Schriftzug am Sitz des Südtiroler Jagdverbandes. - Foto: © STOL

In der Nacht von Samstag auf Sonntag war es am Sitz des Südtiroler Jagdverbandes in der Bozner Schlachthofstraße zu Schmierereien an der Fassade gekommen (STOL hat berichtet). 

Der schwarze Schriftzug mit dem Wortlaut: „…a Kugel isch diar gonz gewiss! … du feiger Jäger 1957, Peissenberg, Tegernseer. Ein Rächer heit, morgen, irgendwann …“ wird vom Jagdverband als „ernste Bedrohung“ aufgefasst. Der Verband hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. „Sollte es Videoaufzeichnungen geben, wird die Polizei sie auswerten“, sagte Geschäftsführer Heinrich Aukenthaler gegenüber STOL.

Dennoch machten am Dienstag nach Bekanntwerden des Geschehens auch Vermutungen die Runde, die Täter seien im Kreis der Tierschützer zu finden. Dagegen verwehrt sich nun in erster Linie die Tierschutzorganisation LAV. 

Mit friedlichen Mitteln 

„Es ist unakzeptabel, mit dem Finger auf eine ganze Gruppierung zu zeigen, wenn es um die Tat einzelner geht“, so Eros Torbol von LAV Bozen. Seit Jahren würde die Tierschutzorganisation sich mit friedlichen Mitteln für die Rechte der Tiere einsetzen. 

Die LAV spricht sich klar gegen die Jagd aus und tue ihre Einstellung auch immer wieder durch Rekurse bei Gericht kund, etwa wenn es um Abschussgenehmigungen und -zeiten ginge, so Torbol. Man werde sich auch weiter aller legalen Mittel bedienen, um Tiere vor der Flinte der Jäger zu retten. 

stol

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