Donnerstag, 23. August 2018

Wolf schlägt wieder zu: Jetzt wird es auch für ihn todernst

Derzeit hinterlässt er wieder seine blutige Spur: Am Karerpass hat der Wolf wieder zugeschlagen. Doch für Wölfe dürfte es in Südtirol nun todernst werden.

Am Karerpass hat der Wolf wieder zugeschlagen. - Foto: D
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Am Karerpass hat der Wolf wieder zugeschlagen. - Foto: D

„Ich habe 2 Wölfe gesehen. Vielleicht halten sich in dieser Gegend auch noch mehr auf,“ sagte Toni Pfeifer, Altbauer am Hof Bauer im Wald in Deutschnofen. Er hütet auf seiner „Bartigen Alm“ am Karerpass. In der Nacht auf Sonntag haben dort Wölfe ein 13 Monate altes Kalb gerissen. 

Maßnahmenkatalog

Jetzt wird es ernst für den Wolf. In Umsetzung des Landesgesetzes vom Juli hat Landesrat Arnold Schuler nämlich einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der den Umgang mit Problemwölfen bis hin zu deren Entnahme genau regelt. „Ziel ist es, schnell handeln zu können und Rechtsicherheit für den Unterzeichner der Dekrete zu schaffen“, sagt Schuler. 

Wann darf entnommen werden?

Ein Wolf darf beispielsweise entnommen werden, wenn der Wolf eine Person und ihren Hund auf einer Distanz von unter 50 Metern verfolgt. Alle weiteren Regeln und Maßnahmen lesen Sie in der „Dolomiten“.

Das Video

Das französische Kollektiv L113 hat ein Video mit dem Titel “éthique et pâturage” (Ethik und Weideland) veröffentlicht, das in drastischen Aufnahmen Opfer von Wolfsangriffen auf Nutztiere zeigt. Das Video dokumentiert auch einen Wolfsangriff auf eine Schafherde, der mit dem Mythos vom schnellen Tod durch Kehlbiss ebenso aufräumen dürfte wie mit der Behauptung, der Wolf risse nur alte, schwache und junge Tiere.

Der Name des Kollektivs bezieht sich auf den § 113 des französischen Code Rural, einem Gesetzeswerk, in dem Landwirtschaft und Meeresfischerei betreffende Regelungen enthalten sind. In Absatz 8 des § 113 wird die französische Regierung verpflichtet, die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu gewährleisten und die Weidewirtschaft zu erhalten, insbesondere durch Schutz der Herden vor Angriffen durch Wölfe und Bären in Gebieten, in denen dieses Risiko besteht. 

D/stol

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

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stol