Freitag, 19. Juni 2015

Würth-Sohn entführt: Viele offene Fragen bleiben

Nach dem Entführungsdrama um den Sohn von Milliardär Reinhold Würth fahndet die Polizei weiter nach dem oder den Tätern. Vieles bleibt an dem Fall mysteriös.

Foto: © APA/EPA

Nach der Entführung des Sohnes von Milliardär Reinhold Würth laufen die Ermittlungen der Polizei weiter auf Hochtouren. Gesucht wird nach dem oder den Tätern, die den 50-Jährigen gekidnappt haben sollen.

Der Sohn des 80 Jahre alten „Schraubenkönigs“ war am Donnerstagmorgen in einem Waldstück bei Würzburg unversehrt gefunden worden, nachdem er am Mittwochnachmittag an seinem Wohnort im osthessischen Schlitz verschwunden war.

In der Zwischenzeit hatte die Eltern des 50-Jährigen eine Lösegeldforderung in Höhe von drei Millionen Euro erreicht. Zu einer Geldübergabe kam es aber nicht.

Polizei und Staatsanwaltschaft äußern sich nicht

Der Fall wirft noch viele Fragen auf. Noch ist unklar, wie der Mann verschleppt wurde und ob er sich die ganze Zeit über in der Gewalt seiner Entführer befand. Auch wie die Polizei das Opfer im Wald finden konnte, ist noch offen.

Polizei und Staatsanwaltschaft wollten sich auch in der Nacht zu Freitag zu Hintergründen nicht äußern, um die Suche nach den Tätern nicht zu gefährden.

Das Vermögen von Reinhold Würth wird vom US-Magazin „Forbes“ auf knapp 6,6 Milliarden Euro geschätzt, er zählt damit zu den reichsten Deutschen. Der Sohn lebt in einer Wohngemeinschaft für behinderte Menschen bei Schlitz. Rund 250 Menschen mit intellektuellen Einschränkungen leben und arbeiten dort zusammen.

Der Konzern, die Würth-Gruppe, machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zehn Milliarden Euro. Das Unternehmen verkauft unter anderem Schrauben und Zubehör, Dübel oder Werkzeuge.

dpa

stol