Donnerstag, 07. September 2017

Zahl der Toten durch Hurrikan „Irma“ steigt auf 12

Die Zahl der Toten durch den Hurrikan „Irma“ ist auf mindestens 12 gestiegen.

Saint-Martin wurde von "Irma" hart getroffen. - Foto: APA
Saint-Martin wurde von "Irma" hart getroffen. - Foto: APA

Während der Wirbelsturm mit unverminderter Wucht durch die Karibik in Richtung Kuba und Florida fegte, wurden mindestens 4 Menschen auf den Jungferninseln getötet, wie Behördenvertreter des zu den USA gehörenden Gebiets am Donnerstag mitteilten. Mindestens zwei Todesopfer wurden aus Puerto Rico gemeldet.

In dem US-Außengebiet war mehr als die Hälfte der drei Millionen Einwohner ohne Strom. Angesichts von Überschwemmungen im Zentrum und im Norden der Insel mobilisierte der Gouverneur von Puerto Rico, Ricardo Rossello, die Nationalgarde. Zudem ließ er Notunterkünfte für bis zu 62.000 Menschen einrichten.

Spur der Zerstörung

Das Hurrikan-Zentrum in Miami gab am Freitag offizielle Hurrikan-Warnungen aus, die Gebiete im US-Staat Florida sowie auf Haiti, den Bahamas, Kuba und dem britischen Überseegebiet der Turks-und Caicosinseln umfassen. Zu den Gebieten, für die nun die Hurrikanwarnung in Kraft ist, gehörten in Florida unter anderem die Inselkette Florida Keys sowie Lake Okeechobee nordwestlich von Fort Lauderdale und die Florida Bay zwischen dem südlichen Ende des Festlands und den Florida Keys.

Zuvor hatte der Wirbelsturm bereits verheerende Zerstörungen auf den Urlaubsinseln Saint-Martin, Saint Barthelemy und Barbuda angerichtet. Im französischen Teil von Saint-Martin wurden 4 Tote und rund 50 Verletzte gezählt. In Sint Maarten, dem niederländischen Teil der Insel, wurde ein Mensch getötet, wie die Regierung in Den Haag bekannt gab. Ein Todesopfer gab es auf Barbuda. Damit stieg die Gesamtzahl der Opfer auf mindestens 12.

Insel Saint-Martin zu „95 Prozent zerstört“

Die ersten Schadensbilanzen auf den betroffenen Inseln waren verheerend. Die Insel Saint-Martin sei zu „zu 95 Prozent zerstört“, sagte der Präsident des französischen Teils, Daniel Gibbs. Die Insel Barbuda sei zu 95 Prozent zerstört und „kaum mehr bewohnbar“, sagte der Premierminister des Zwei-Insel-Staats Antigua und Barbuda, Gaston Browne. Er bezeichnete die Insel als „Trümmerhaufen“.

Sint Maarten war nach den Worten des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte wegen starker Schäden am Flughafen und am Hafen von der Außenwelt abgeschnitten. Dennoch bereitete die niederländische Luftwaffe eine Luftbrücke für Hilfsgüter vor, ebenso wie die französische Regierung. Großbritannien schickte zwei Kriegsschiffe in die Gegend, um den Opfern zu helfen.

„Irma“ war am Mittwoch mit Hurrikan-Stärke 5 über die nördlichen Antillen hinweggefegt. Nach Angaben von Meteorologen zählt er zu den stärksten Stürmen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Atlantik.

apa

stol