Mittwoch, 09. August 2017

Zuerst der Jäger, jetzt der Gejagte

Ein Elefant in Indien hat in diesem Jahr 15 Personen zu Tode getrampelt. Nun wird der Elefant selbst von den indischen Behörden gejagt.

Ein Elefant in Indien hat 15 Menschen zertrampelt.
Ein Elefant in Indien hat 15 Menschen zertrampelt. - Foto: © shutterstock

Einem Elefanten, der seit Monaten immer wieder im Osten Indiens in Dörfer eindringt und Einwohner zu Tode trampelt, droht nun der Tod. Das Tier hat bereits 15 Menschen zu Tode getrampelt.

Im März tötete der Einzelgänger 4 Menschen im Bundesstaat Bihar, dann kam er über die Grenze nach Jharkhand und trampelte weitere 11 Dorfbewohner zu Tode. „Wir beraten noch, was wir tun werden, doch eine Lösung könnte es sein, das Tier zu erschießen“, sagte der oberste Wildschützer des Bundesstaats, L.R. Singh.

Leben in ständiger Angst

Nach seinen Angaben leben die meisten Opfer in den Bergdörfern der Region und gehören zu einer der ärmsten Ureinwohnergruppen. Sie lebten nun in ständiger Angst vor dem Elefanten. Die Behörden vermuten, dass er sich von seiner Herde entfernt und dann nicht mehr zu ihr zurückgefunden hat und seitdem in den Dörfern nach Futter sucht.

Jedes Jahr werden laut Singh 60 Menschen in Jharkhand von Elefanten getötet. Tödliche Begegnungen dieser Art nehmen nach seinen Angaben zu, da die Wälder und damit der Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Dickhäuter zunehmend Siedlungen oder Fabriken weichen müssen.

apa/afp

stol