Der Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi, und Vizebürgermeister Luis Walcher zeichneten ein kurzes Porträt des Bozner Ehrenbürgers Mayr Nusser, der am 24. Februar 1945 im Alter von 35 Jahren auf dem Weg in das Konzentrationslager von Dachau gestorben ist.<BR /><BR />Mit Mayr Nusser verbindet man nicht nur den tiefen Glauben, sondern auch seinen Mut und sein Kampf für das Leben. Demokratie, gegenseitiger Respekt, Gewaltlosigkeit, Toleranz, Zusammenarbeit, Brüderlichkeit zwischen den Menschen: Alle diese Werte sind eng mit dem Leben und Handeln von Josef Mayr-Nusser verbunden. Und diese Werte sind heutzutage richtungweisender denn je. Auch der Präsident der Bozner Sektion des Anpi, Guido Margheri, und der Sprecher der Katholischen Jugend Südtirol, Simon Klotzner, haben Mayr Nusser in einer kurzen Ansprache geehrt.<BR /><BR />Nachdem Südtirol der Operationszone Alpenvorland angegliedert worden war, wurde Josef Mayr Nusser zum Militärdienst bei den SS eingezogen. Er musste nach Konitz in Deutschland in ein Ausbildungslager, wo er sich trotz des Anratens von Kameraden und Ausbildern weigerte, den SS-Eid abzulegen. Er wurde gefangen genommen, und starb am 24. Februar 1945 nahe Erlangen an Auszehrung in einem Viehwagon, der ihn in das Konzentrationslager von Dachau transportieren sollte. Bozen und Erlangen sind seit einigen Jahren in dem gemeinsamen Gedenken an Josef Mayr Nusser in einer Städtepartnerschaft verbunden.