Mittwoch, 07. August 2019

Alphaville in Südtirol: „Mit guten Songs die Welt erobern“

Am Donnerstag tritt die Band Alphaville, die mit Songs wie „Forever Young“ und „Big in Japan“ weltweite Erfolge verbuchen konnte, um 21 Uhr in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff auf. Leadsänger Marian Gold hat STOL einige Fragen beantwortet.

Sänger Marian Gold schätzt Südtirol für seine Landschaft. -Foto: Showtime Agency
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Sänger Marian Gold schätzt Südtirol für seine Landschaft. -Foto: Showtime Agency

Interview: Lena Müllner

Südtirol Online (STOL): Was verbinden Sie mit Südtirol beziehungsweise waren Sie schon einmal hier?

Marian Gold: Dazu fällt mir viel Angenehmes und Bezauberndes ein. Zum 1. Mal war ich vor 45 Jahren hier, während einer Klassenfahrt. Die Stadt und die Natur drumherum haben mich damals sehr beeindruckt und ich freue mich sehr darauf, das alles wiederzusehen nach so langer Zeit. Ich liebe es, zu Plätzen zurückzukehren, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Ich habe keine Angst vor Zeit und Raum.

STOL: „Forever Young“ ist bis heute ein Klassiker. Sie haben den Song mitgeschrieben. Was ist die Geschichte hinter dem Text?

Gold: Dass das Vergängliche das Ewige unserer Existenz ist und wir uns damit zufriedengeben sollten. „Sollten", aber nicht „müssen".

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STOL: Hätten Sie sich erwartet, dass der Song so erfolgreich wird?

Gold: Na ja, ich bin Künstler, da schwebst du immer irgendwo ganz oben, wenn du nicht gerade abgrundtief abgestürzt bist und die Erwartungen sind supermegahoch, eigentlich völlig größenwahnsinnig. Insofern hat dieser Song meine Erwartungen nicht übertroffen.

STOL: Von „Forever Young“ gibt es unzählige Coverversionen. Welche mögen Sie am liebsten?

Gold: Die von Beyoncé.

STOL: Ihr Song „Big in Japan“ erreichte in mehreren Ländern Platz 1 der Charts. Wie kam die Idee dazu?

Gold: Naja, wir dachten, lasst uns einen Song schreiben, der in mehreren Ländern Platz 1 der Charts werden könnte.

STOL: Wie kamen Sie auf den Künstlernamen „Marian Gold“?

Gold: Das ist mir so zugeflogen. Wie ein Lied oder ein Gedicht.

STOL: Wieso haben Sie sich eigentlich entschlossen, auf Englisch zu singen?

Gold: Dazu habe ich mich nicht entschlossen, es kam mir einfach logisch vor. Kein Mensch in Deutschland sang damals in Englisch.

STOL: In Ihrer Karriere haben Sie unzählige Konzerte absolviert. Welches war das beste? Und wird man irgendwann bühnenmüde?

Gold: Das beste ist meistens das, wenn man grade die Bühne verlässt und sich gegenseitig in die Arme fällt. Und das beste immer das, was man als nächstes spielen wird. Damit erübrigt sich die Frage nach "bühnenmüde".

STOL: Und was war Ihr eigenartigstes Erlebnis auf Tour?

Gold: Ein Gig auf Ibiza. Auf einer Yacht so groß wie eine spanische Ferienanlage.

STOL: Wie sehen Sie die Musikbranche heute? Was hat sich verändert?

Gold: Verändert hat sich eigentlich gar nichts außer den technologischen Aspekten, aber die Menschen in diesem System sind haargenau die gleichen. Es sind nur viel mehr. Und vielleicht herrscht mehr Bürokratie in den Studios.

STOL: Haben es junge Sänger heute schwerer als früher, den Durchbruch zu schaffen?

Gold: Junge Sänger werden es immer schwer haben, weil „Sänger" ein echt beschissener Plan ist. Sie sollten versuchen, Musiker zu sein. Das würde eventuell auch verhindern, dass sie in irgendeiner dieser sogenannten Talentshows landen, die sich angeblich keiner von uns anschaut.

STOL: Was haben Sie für die Zukunft geplant?

Gold: Was man so plant. Gute Songs schreiben und damit die Welt zu erobern.

Kartenvorverkauf:

  • In allen Athesia Buchhandlungen
  • Meran: Non Stop Music
  • Bozen: Bazar
  • Online-Ticket: www.ticketone.it

stol/lmu

stol