Freitag, 22. Juli 2016

Forschen und tanzen: Die Sommerakademie 2016

Astronomie, Choreographie und Filmschnitt, Mathematik und Biologie - damit haben sich Oberschüler vom 18. bis 22. Juli im Rahmen der Sommerakademie des Deutschen Schulamtes "Sapientia Ludens" auseinandergesetzt. Am Freitag präsentierten sie ihre Arbeiten.

Welche Faktoren fördern Leben und welche hemmen es? - Foto: LPA/Michele Cattani
Welche Faktoren fördern Leben und welche hemmen es? - Foto: LPA/Michele Cattani

Viel Wissen und Kreativität mussten die Referenten und Schüler in den Workshop "Lebt das Universum? Wie universal ist das Leben?" einbringen.Für die Beantwortung dieser Fragen war interdisziplinäres Arbeiten zwischen den Fachbereichen Chemie, Biologie, Astronomie, Astrophysik und Astrobiologie nötig.

Die Schüler züchteten Mikroorganismen, bereiteten Biosphären in abgeschlossenen Glühbirnen vor und arbeiteten mit Sternenbildern mittels bewährter und innovativer Technologien.

"Make your own Music Video"

Heiß her ging es im Workshop "Make your own Music Video". Kommuniziert wurde in Deutsch und Englisch, wobei aber die verbale Kommunikation nicht im Vordergrund stand. Vielmehr ging es darum, sich selbst zu spüren und sich im improvisierten Tanz mitzuteilen. Aus diesem Tanz wurden Elemente herausgenommen und damit eine Choreographie sowie ein Musikvideo erstellt. 

"Können Gänseblümchen zählen"?

Durch besondere Experimente versuchten die Schülerinnen und Schüler im Workshop "Können Gänseblümchen zählen und Bienen fünfeckige Waben bauen?" zu verstehen, ob und warum bestimmte geometrische Strukturen in der Natur entstehen. Warum haben Tannenzapfen ihre besondere Form? Wie funktioniert der Fangmechanismus der Venusfliegenfalle? Wann schlägt die Falle zu, warum schlägt sie dabei schlagartig von einer konvexen in eine konkave Form um? Welche Rolle spielt die Wabenform bei den Bienen? Diesen und vielen anderen Fragen gingen die Schüler nach.

200 Teilnehmer bei 3 Sommerakademie-Kursen

Insgesamt 36 Oberschüler nahmen an einem der drei Sommerakademie-Kurse für die Oberstufe teil. Mit den Grund- und Mittelschülern, die in den vergangenen Wochen am Zug waren, zählte die Sommerakademie "Sapientia ludens" auch in diesem Jahr insgesamt 200 Teilnehmende.

"Diese Tage waren mehr als nur interessant!", kommentierte Schülerin Joanna aus Würzburg ihren Aufenthalt auf Schloss Rechtenthal in Tramin.

Im Rahmen einer Kooperation nahmen nämlich gemeinsam mit den Südtiroler Jugendlichen auch Schülerinnen und Schüler des Deutschhaus-Gymnasiums und des "Friedrich-Koenig-Gymnasiums" aus Würzburg an der Sommerakademie teil.

Der Leiter des Friedrich-Koenig-Gymnasiums, Siegfried Rose, zeigte sich bei der heutigen Abschlusspräsentation erfreut über die auch dieses Jahr gelungene grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Schüler kontinuierlich anreizen und herausfordern

"Die Kinder und Jugendlichen haben uns in den vergangenen drei Wochen immer wieder mit ihrer großen Neugierde, ihrer Entdeckungslust und ihrem Einsatz beeindruckt", so die Verantwortliche der Sommerakademie, Siglinde Doblander, von der Fachstelle für Inklusion und Gesundheitsförderung am Deutschen Schulamt, "außerschulische begabungsfördernde Angebote können den Schulalltag aber nur bereichern, wichtig sind kontinuierliche Anreize und Herausforderungen."

stol/lpa

stol