Montag, 25. Juli 2016

Merkantilmuseum erhält innovative Audioguides

Am Montagvormittag wurden im Merkantilmuseum der Handelskammer Bozen neue Audioguides präsentiert, die den Besuchern eine autonome Besichtigung des Museums ermöglichen. Die Audioguides liefern Informationen über das Gebäude und die ausgestellten Gegenstände sowie über die Geschichte des Merkantilmagistrats und der Handelstätigkeit der Stadt Bozen.

Foto: DLife
Foto: DLife

Das Merkantilmuseum ist der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Bozen gewidmet und enthält zahlreiche Urkunden, Gemälde und originales Mobiliar aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sitz des Museums ist das Merkantilgebäude in der Silbergasse in Bozen.

 Zur Blütezeit der Handelsstadt Bozen tagte dort der Merkantilmagistrat, das 1635 gegründete Handelsgericht. Jedes Jahr besichtigen rund 20.000 Personen das Museum. Nun stehen den Besuchern auch innovative Audioguides zur Verfügung.

„Das Ziel der neuen Audioguides ist es, die Museumsbesuchern, darunter vor allem die Jugendlichen, über die zwei Schwerpunkte des Merkantilmuseums zu informieren. Dazu zählen die Kunstwerke und die ausgestellten Objekte sowie der historische Hintergrund und die Handelsgeschichte der Stadt Bozen“, erklärt Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Smartphone gegen Schildchen - und los geht's

Für die Audioguides wurde in Zusammenarbeit mit dem Bozner Start-up-Unternehmen Larixpress eine spezifische App für Smartphones entwickelt. Damit verfügen die Besucher über ein handliches und leicht zugängliches Hilfsmittel, das eine Besichtigung des Museumsparkours in 30 oder 60 Minuten bzw. einen autonomen Rundgang durch die Räumlichkeiten ermöglicht.

Mit der innovativen NFC-Technik (Near Field Communication, d.h. „Nahfeldkommunikation“) genügt es, das Smartphone vor das entsprechende Schildchen zu halten, um Inhalte und Beschreibungen der Kunstwerke im jeweiligen Raum abhören zu können.

Dabei werden sei es historische Hintergründe als auch Beschreibungen der Kunstwerke zugänglich gemacht und bestimmte Themen, wie die Tätigkeit des Merkantilmagistrats und die Geschichte der Stadt, vertieft. Eine weitere Besonderheit ist die Verbindung der in den Sälen ausgestellten Werke und der einzelnen Sachthemen. So werden zum Beispiel mit dem Porträt von Claudia de’ Medici auch das erste Privileg, die Allegorie mit dem Wappen und das Bild im Ehrensaal mit dem Wappen des Merkantilmagistrats erklärt.

Das Merkantilmuseum ist von Montag bis Samstag von 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet. Die neuen Audioguides stehen zum Preis von drei Euro zur Verfügung.

stol

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