Freitag, 06. Mai 2016

Platznot in Mittelschule Obermais: Eine Lösung ist gefunden

Die Mittelschule Obermais platzt aus allen Nähten. Schon lange. Am Freitag haben sich der Meraner Bürgermeister Paul Rösch, Stadtrat Stefan Frötscher, Schuldirektor Andrea Bordiga und der Vorsitzende des Elternrates Hans Karl Pichler vor die Presse gesetzt, um eines zu verkünden: Eine Lösung für die Platznot ist gefunden.

Die Mittelschule Obermais - Foto: D/ki
Die Mittelschule Obermais - Foto: D/ki

Die Gemeinde wird demnach das Gebäude des ehemaligen Maiense-Heims für die nächsten fünf Jahre anmieten, mit einer Option auf Verlängerung, falls erforderlich. „Wir haben uns nicht von der teils überzogenen Kritik aus dem Konzept bringen lassen und einfach in Ruhe unsere Hausaufgaben gemacht“, sagte Rösch auf der Pressekonferenz.

Arbeiten für 500.000 Euro

Für notwendige Anpassungsmaßnahmen am Maiense-Gebäude in den nächsten Monaten werden im Nachtragshaushalt rund 500.000 Euro reserviert. Damit diese durchgeführt werden können, hat Stadtrat Frötscher für den Beginn des kommenden Schuljahres noch einen zusätzlichen Raum im alten Obermaiser Rathaus ausfindig gemacht, der als Klassenzimmer genutzt werden kann.

Ab dem Schuljahr 2017/18 wird dann das Maiense-Gebäude als Außenstelle des Schulsprengels genutzt. „Ich glaube, dass wir damit eine gute Lösung zum Wohle der Obermaiser Schüler gefunden haben“, erklärte Frötscher.

In das Gebäude des ehemaligen Maiense-Heims werden Schüler einziehen - Foto: Gemeinde Meran

 

Der Umzug als Herausforderung

Auch Schuldirektor Bordiga zeigte sich zufrieden: „Natürlich ist ein solcher Umzug eine große Herausforderung für die gesamte Obermaiser Schulgemeinschaft und mit einem erheblichen Aufwand verbunden, aber die Raumsituation wird sich dadurch wesentlich verbessern.“

Ins Ex-Böhler-Gebäude – irgendwann

„Unser Hauptziel bleibt nach wie vor, dass die Mittelschule so bald wie möglich im Ex-Böhler-Gebäude unterkommt“, forderte Hans Karl Pichler. „Die Landespolitik hat letzthin wiederholt signalisiert, dass sie mit der Gemeinde in eine Verhandlung zur Übernahme des Gebäudes eintreten möchte und wir hoffen, dass die Gemeinde diese Gelegenheit nutzt.“ Derzeit überprüft die Gemeindeverwaltung die technischen und statischen Gegebenheiten.

„Wir bekommen von Seiten des Landes sehr widersprüchliche Signale, ab wann eine Übernahme des Gebäudes durch die Gemeinde möglich wäre“, sagte Bürgermeister Rösch. Das Gebäude sei schließlich in Landesbesitz und dennoch werde Meran der Schwarze Peter zugeschoben. „Ich habe daher beim Landeshauptmann nachgefragt: In Kürze wird es ein Treffen zwischen den beiden Landesräten Achammer und Tommasini, Stadtrat Frötscher und mir geben, bei dem endlich alle Karten auf den Tisch müssen“, erklärte er.

Von links: Bürgermeister Paul Rösch, Stadtrat Stefan Frötscher, Schuldirektor Andrea Bordiga und Hans Karl Pichler, Vorsitzender des Elternrates. - Foto: Gemeinde Meran

stol