Freitag, 27. Juli 2018

Eine „musikalische“ Klosternacht in Müstair

Am Freitag 10. August öffnen die Benediktinerinnen von Müstair ihre Tore zu ungewohnter Stunde, am Abend, wenn normalerweise das grosse Silentium herrscht. Jedes Jahr steht die Klosternacht im Zeichen eines bestimmten Themas. Dieses Mal wird die Musik die Besucher der Klosternacht begleiten.

Am Freitag 10. August öffnen die Benediktinerinnen von Müstair ihre Tore zu ungewohnter Stunde. - Foto: Müstair
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Am Freitag 10. August öffnen die Benediktinerinnen von Müstair ihre Tore zu ungewohnter Stunde. - Foto: Müstair

Beleuchtet werden die Glockenlandschaft im Kloster und im Tal, der für das benediktinische Stundengebet bedeutende gregorianische Choral und einige historische Instrumente aus dem Kloster Müstair. Es wird sogar auf einer 3D-gedruckten Flöte, einer Reproduktion der karolingischen Knochenflöte von Müstair, gespielt.

Vier Stationen

Nach dem gemeinsamen Chorgebet in der Klosterkirche und die Einführung ins Thema durchwandern die Gäste vier Stationen. Die Bündner Flötistin Riccarda Caflisch wird auf einer 3D-gedruckten Flöte spielen, einer massgerechten Kopie der karolingischen Knochenflöte von Müstair. Vermessen und gedruckt wurde sie durch Ricardo Simian, der bereits mehrere historische Instrumente so wieder „zum Leben erweckt hat“. Gemeinsam werden Sie über dieses spannende Projekt berichten.

Historische Instrumente

Jedes Kloster hat auch eine Tradition in der Musik. So ist es auch in Müstair. Das Kloster besitzt nicht nur die karolingische Knochenflöte, sondern weitere interessante historische Instrumente, welche die Gäste der Klosternacht mit dem Organisten Marian Polin aus Mals im angrenzenden Vinschgau erforschen können.

Glocken sind in einem Kloster wichtig, sie läuten zum Gebet und zum Gottesdienst. Niemand kennt die Glockenlandschaft des Klosters und des Tales so gut wie der ehemalige reformierte Pfarrer der Val Müstair Hans-Peter Schreich. Er wird bei der Klosternacht auch so manche spannende Geschichte zu erzählen wissen.

Spannendes Eintauchen in die Gregorianik 

Sieben Mal am Tag soll das Lob Gottes erklingen, so steht es in der Regel des Hl. Benedikt. Dabei spielt der gregorianische Gesang eine bedeutende Rolle. Mit dem Musikwissenschaftler und Musiker Bernhard Hangartner wird das Eintauchen in die Gregorianik für alle sicherlich ein spannendes Erlebnis.

stol

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