Dienstag, 13. März 2018

Eppan: Retroperspektive von Luise Gruber Kainrath

Wer bin ich? Diese Frage stellt sich die Künstlerin Luise Gruber Kainrath in ihrem 90. Lebensjahr in Form einer Ausstellung. Mit einer Retrospektive als Querschnitt durch ihr vielfältiges Schaffen zeigt sie im Lanserhaus in Eppan die unterschiedlichen Zugänge zur Beantwortung dieser Frage.

„Die Gartenkugel“ aus dem Jahr 1996 von Luise Gruber Kainrath. - Foto: Gregor Khuen Belasi
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„Die Gartenkugel“ aus dem Jahr 1996 von Luise Gruber Kainrath. - Foto: Gregor Khuen Belasi

Von Kind auf immer schon an allem Kreativen und Schöpferischen interessiert, ging sie schon früh einen eigenen Weg, erlernte das Zeichnen nach der Natur, suchte sich Vorbilder aus der heimischen Kunstszene wie Elfie Widmoser und Anni Egösi, bildete sich im Musikalischen aus, arbeitete für kurze Zeit auch als Zuckerbäckerin und ging dann als eine der allerersten Südtiroler Frauen an die Wiener Akademie der angewandten Künste, um Innenarchitektin zu werden.

Die Künstlerin Luise Gruber Kainrath. - Foto: Gregor Khuen Belasi

Die Retrospektive zeigt frühe Zeichnungen, Entwürfe für schmiedeeiserne Arbeiten, Möbel, Aquarelle und weitere Bilder unterschiedlichster Techniken bis hin zu in diesem Jahr entstandenen Arbeiten. Hier wird deutlich, wie sehr Gruber-Kainrath einen selbst bestimmten Weg gegangen ist und sich ihren ganz eigenen Schönheitsbegriff erarbeitet hat. Am Ende bleibt die Frage nach dem eigenen Ich vielleicht gar unbeantwortet und spornt Luise Gruber Kainrath auch im 90. Lebensjahr an, künstlerisch weiter auf der Suche zu bleiben.

Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt am 23. März 2018 um 18 Uhr, sie läuft bis zum 14. April 2018. Geöffnet ist sie von Montag bis Samstag zwischen 15 und 18 Uhr.

stol „Die Gartenkugel“

stol