Montag, 26. Februar 2018

Eurac: Qualitätskriterien für die Höhenmedizin

Eine Expertengruppe mit Höhenmedizinern aus aller Welt hat Richtlinien ausgearbeitet, die für die Forschung zukunftsweisend sein werden. Ziel dieser Richtlinien ist es, die Datenerfassung in der Forschung zu vereinheitlichen und so die Qualität der klinischen Forschung zu gewährleisten und zu verbessern. Forscher von Eurac Research haben die Auswertung der Richtlinien geleitet und die Expertengruppe koordiniert.

Die Forscher bei ihrer Arbeit. - Foto: eurac
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Die Forscher bei ihrer Arbeit. - Foto: eurac

Die Elemente, die die Expertengruppe grundlegend für die wissenschaftliche Arbeit betrachten, reichen von Informationen zu den örtlichen Gegebenheiten bis hin zu den persönlichen Merkmalen der Studienteilnehmer. So sollen Forscher künftig Höhe des Ausgangspunktes, maximal erreichte Höhenlage und Schlafhöhe angeben: Mithilfe der gesammelten Daten können die Wissenschaftler Höhenprofile erstellen und unter anderem feststellen, weshalb Höhenerkrankungen bei einer Studie häufiger auftreten als bei anderen.

Kriterien: Alter und Geschlecht 

Zudem soll neben Alter und Geschlecht der Studienteilnehmer beispielsweise auch erfasst werden, ob diese im Hochgebirge geboren und aufgewachsen sind. Unverzichtbar seien zudem die Krankheitsgeschichte der Studienteilnehmer zu Höhenhirnödem, Höhenlungenödem und akuter Bergkrankheit sowie deren medikamentöse Behandlung.

Auch die Tatsache ob und in welchem Ausmaß den Studienteilnehmern zusätzlicher Sauerstoff zugeführt wurde, sollen die Forscher künftig festhalten. Die Richtlinien beinhalten außerdem eine Reihe von Definitionen, um sicherzustellen, dass die Forscher weltweit unter einem Begriff ein und dasselbe verstehen.

Im Einsatz kommen diese Richtlinien, wenn im Herbst 2018 der einzigartige Klimasimulator „terraXcube“ eröffnet.

stol

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