Mittwoch, 25. Oktober 2017

Halle 28: Ein Stück Jugendkultur in Trümmern

Jahrelang tanzten sich junge Leute in der Bozner Halle 28 ihre Seele aus dem Leib. Halle 28, das war ein fester Begriff in der Südtiroler Fetenlandschaft. Jetzt wird das Gebäude abgerissen.

Tanzlocation weicht Büroturm. - Foto: DLife
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Tanzlocation weicht Büroturm. - Foto: DLife

Vor 2 Jahren hatte es sich in einer der bekanntesten und größten Bozner Locations ausgetanzt, die Halle 28 schloss ihre Tore. „Ein trauriger Tag“, meint Tobias Tobe Planer, Grüner Gemeinderat in Bozen auf STOL-Nachfrage. 

In der vom gleichnamigen Verein geführten Halle mieteten sich Private ein, Vereine aus der Jugendkulturszene organisierten hier ihre Events, die Feierlustige aus dem ganzen Land anlockten.

Nach einem Besitzerwechsel war im Oktober 2015 mit dem Feiern Schluss, der neue Eigentümer wollte keine Scherereien haben, erzählt Werner Gutgsell, der damals dem Verein angehörte. Das Gebäude in der Schlachthofstraße stand seitdem leer.

Planer: Brauchen Heimstätte für alternative Jugendszene

Nun wird die Halle abgerissen, laut Planer plant der neue Besitzer an ihrer Stelle ein neues Bürogebäude zu errichten. Er wirkt wehmütig, wie er von den Halle-28-Zeiten erzählt und gleichzeitig auf die Baustelle blickt.

Seinen Kummer verbindet er aber mit einer politischen Forderung. „Es ist nun höchste Zeit alles dafür zu tun, dass Bozen wieder eine würdige Heimstätte für die alternative Jugend-, Kultur- und Musikszene erhält“, so Gemeinderat Planer.

stol/aw

stol