Mittwoch, 25. Oktober 2017

„Hoch über allem“ : Love Story aus Südtirol

Der Vinschger Autor Sepp Mall hält in seinem neuen Roman „Hoch über allem“ einen spannenden und emotionalen Rückblick auf eine Beziehung.

Der Autor Sepp Mall hält in seinem neuen Roman „Hoch über allem“ einen emotionalen Rückblick auf eine Beziehung.
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Der Autor Sepp Mall hält in seinem neuen Roman „Hoch über allem“ einen emotionalen Rückblick auf eine Beziehung.

Es beginnt wie ein Haneke-Film: Eine bürgerliche Familie bricht in den Weihnachtsurlaub auf. Ein „Chalet am See“ wurde gemietet, ein Elternpaar, Jakob und Irene, der Sohn mit seiner Freundin, sowie Jakobs Schwiegermutter.

Schon am Heiligen Abend sprengt ein Anruf die Idylle: Emma, Jakobs Tochter aus einer früheren Beziehung, berichtet aufgeregt davon, dass ihre Mutter Maria in ein Krankenhaus in ihrer Südtiroler Heimat eingeliefert wurde. Der Zustand sei kritisch, sie wisse jedoch nichts Genaues. Emma reist an und bricht schon nach kurzer Zeit mit ihrem Vater Richtung Spital auf.

Sensible Erinnerungsfahrt

Doch der Südtiroler Sepp Mall (geb. 1955) entwickelt in seinem Roman „Hoch über allem“ aus dieser Ausgangssituation keinen demaskierenden Psychothriller, keinen verstörenden Krimi, sondern eine sensible Erinnerungsfahrt in die Vergangenheit einer Beziehung.

Im Versuch, sich der entfremdeten Tochter wieder anzunähern, tauchen Schlüsselszenen von einst auf, in denen der Leser verfolgt, wie Maria (von ihren Freunden „Marilyn“ genannt) als Südtiroler Bergbauerntochter einst als Studentin in Wien Fuß zu fassen suchte und ihren Partner mit ihrer Sprunghaftigkeit und Zerrissenheit irritierte.

apa/stol

stol