Freitag, 06. September 2019

Jugendpreis für ehrenamtlichen Einsatz geht nach Schenna

Südtirols Katholische Jugend (SKJ) vergibt seit 1988 jedes Jahr den Jugendpreis an Personen, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit Vorbild für die heutige Jugend sein können. In diesem Jahr erhält Eva Klotzner aus Schenna den Preis. Bei der Veranstaltung zur Eröffnung des Arbeitsjahres „ Let’s start – Auf an Ratscher!“ am 13. September wird der Preis überreicht.

Jugendpreisträgerin 2019 Eva Klotzner und Simon Klotzner, 1. Landesleiter von Südtirols Katholischer Jugend. - Foto: SKJ
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Jugendpreisträgerin 2019 Eva Klotzner und Simon Klotzner, 1. Landesleiter von Südtirols Katholischer Jugend. - Foto: SKJ

Eva Klotzner ist 29 Jahre alt und lebt in Schenna. Sie war viele Jahre in Südtirols Ka­tholischer Jugend tätig und ist heute noch als „alte“ Jugendliche gern dabei. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Krankenpflegerin ist sie aktives Mitglied in verschiedenen ehrenamtlichen Verei­nen wie dem Pfarrgemeinderat und der Volkstanzgruppe. 

Schon als Kind war Klotzner in der Jungschargruppe aktiv. Nach der Mittelschule wurde sie Gruppenleiterin bei der Jungschar und Mitglied bei Südtirols Katholischer Jugend. Bald schon war sie dann 7 Jahre lang Ortsverantwortliche der SKJ-Gruppe Schenna, wo sie verschiedene Aktionen organisierte und arbeitete auch auf Bezirksebene mit. „Es war schön zu sehen, dass wir am Anfang eine kleine Gruppe waren und stetig gewachsen sind. Es ist immer toll so viele Jugendliche kennen zu lernen, die alle dieselbe Leidenschaft teilen“, so die 29-jährige.

Zu Besuch in Afrika

Eva Klotzner zeichnet sich als Preisträgerin außerdem dadurch aus, dass sie einmal für ein halbes Jahr in einer Krankenstation in Uganda tätig war. Diese Möglichkeit hatte sich für sie eigentlich zufällig ergeben. „Nach meiner Ausbildung wollte ich nicht gleich ins Arbeitsleben einsteigen und gerade zu der Zeit hielt Pater Antony einen Vortrag bei uns in Schenna. An diesem Abend unterhielt ich mich mit ihm und beschloss für ein halbes Jahr nach Uganda zu gehen. Bekannte von mir waren auch schon dort gewesen. Es war eine spontane Entscheidung, die ich aber nie bereut habe. Ich glaube, sonst würde mir etwas fehlen.“   

Ein zweites Mal zu Besuch in Afrika in der Zentralafrikanischen Republik war Eva Klotzner gemeinsam mit 2 anderen Südtirolerinnen, als sie da im Rahmen der Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ mit den Jugendlichen der Pfarrei 2 Häuser renovieren durfte, in denen ältere Menschen Platz finden sollten. „Diese Woche war für mich sehr bewegend. In der ersten Nacht haben wir schon Schüsse gehört. Der Krieg ist dort leider Alltag. Zu sehen, dass junge Menschen sich trotz der aussichtslosen Situation für solche Projekte engagieren, war für mich sehr ermutigend.“

Als Preisträgerin für den Jugendpreis fühle sich Klotzner sehr wertgeschätzt:„Es ist für mich eine große Motivation mich weiterhin ehrenamtlich zu engagieren. Das Ehrenamt hat mich zu der Person gemacht, die ich jetzt bin.“

stol

stol