Samstag, 07. Juli 2018

Deutscher Kamerapreis verliehen

Für Spitzenleistungen an der Kamera und beim Schnitt ist am Samstag in Köln der Deutsche Kamerapreis verliehen worden. Ausgezeichnet worden sind 7 Kamerafrauen und -männer sowie 2 Editoren und eine Editorin.

Der Deutsche Kamerapreis ist wieder vergeben worden. - Foto: Facebook/ Deutscher Kamerapreis
Der Deutsche Kamerapreis ist wieder vergeben worden. - Foto: Facebook/ Deutscher Kamerapreis

In der Kategorie Kinospielfilm wurde Florian Ballhaus für seine Arbeit in dem Schwarz-Weiß-Weltkriegsdrama „Der Hauptmann“ geehrt. Er nutze „nahezu perfekt die Vielfalt der Schwarz-Weiß-Fotografie“, hieß es in der Begründung der Jury.

In der Abteilung Fernsehfilm beeindruckte die Handkamera von Michael Kotschi in dem Drama „Fremde Tochter“ die Jury. Sie ziehe den Zuschauer sofort emotional in die Geschichte um eine Schülerin, die sich in einen Muslim verliebt und zum Islam übertreten will.

Auszeichnung für einen Moskauer

Eine „moderne, frische und intensive Bilderwelt“ entdeckten die Juroren bei dem Moskauer Sergej Amirdzhanov in der filmischen Reise „Drei Engel für Russland – Glaube, Hoffnung, Liebe“. Er erhielt den Preis in der Kategorie Dokumentarfilm.

Für seine Schnittleistung in der Dokumentation „Der Preis der Anna-Lena Schnabel“ über eine junge Jazzsaxofonistin wird Wolfgang Daut ausgezeichnet. Der Film kommt ohne Kommentarton aus. Daut gelinge es, einfühlsam sowohl die sensible Seite der Künstlerin als auch ihren starken, fast kompromisslosen Charakter darzustellen, hieß es.

Ehrenpreis für Birgit Gudjonsdottir

Der Ehrenpreis ging an Birgit Gudjonsdottir, die bei Produktionen wie „Die Hochzeit meiner Eltern“, „Zappelphilipp“ oder „Schätze der Welt“ die Kamera führte. Sie sei mit ihrer „zuhörenden“ und intuitiven Kameraarbeit nahezu in allen Genres zuhause, begründete das Kuratorium die Ehrung.

Der diesjährige Nachwuchspreis geht an die 1987 in Mexiko geborene und in Mainz aufgewachsene Andrea Munoz.

Mehr als 400 Bewerber

Die Bildgestalter setzten sich gegen mehr als 400 Mitbewerber durch, wie der Westdeutsche Rundfunk mitteilte. Die Auswahl traf eine Jury. Der Preis ist bis auf den Nachwuchspreis (5.000 Euro) undotiert.

Träger des 1982 erstmals veranstalteten Wettbewerbs sind unter anderem die Stadt Köln sowie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten WDR, BR, ZDF und SWR. Der Deutsche Kamerapreis wird seit dem Jahr 2000 jährlich verliehen.

apa/dpa

stol