Dienstag, 08. August 2017

Filmfestival Locarno: Uraufführung für „Iceman“

„Iceman – Der Mann aus dem Eis“ erzählt die Geschichte von Ötzis Leben und seiner Ermordung. Der Film wurde in Südtirol gedreht, mit dabei waren auch zwei Südtiroler Nachwuchsschauspieler.

Jürgen Vogel spielt den Iceman. - Foto: Screenshot/Youtube
Jürgen Vogel spielt den Iceman. - Foto: Screenshot/Youtube

Der deutsche Schauspielstar Jürgen Vogel („Die Welle“) schlägt sich beim 70. internationalen Filmfestival Locarno durch die Steinzeit – als Hauptdarsteller des Spielfilms „Iceman“. Der spannungsgeladene Film von Autor und Regisseur Felix Randau („Die Anruferin“) erzählt eine erfundene Geschichte um den Tod des als „Ötzi“ bekannt gewordenen Steinzeitmenschen.

Dessen mumifizierte Leiche war 1991 nach mehr als 5000 Jahren aus dem Eis der Südtiroler Seite der Ötztaler Alpen geborgen worden. Auf die Frage, warum er 5000 Jahre zurück blickt, sagte Regisseur Felix Randau in Locarno: „Wir schauen in die Vergangenheit, um in die Gegenwart zu sehen. Dabei stellen wir die Frage, ob sich der Mensch in all den Jahren wirklich verändert, weiterentwickelt, hat.“

Nachwuchsschauspieler aus Gais und Antholz dabei

Gedreht wurde der Film im Passeiertal, im Schnalstal und im Pfitschtal. Mit dabei waren auch die beiden Südtiroler Nachwuchsschauspieler, die 12-jährige Paula Renzler aus Gais und der 23-jährige Antholzer Martin Augustin Schneider. Paula Renzler spielt Rasop, die Tochter des Steinzeitmenschen, Martin Augustin Schneider spielt Gosar, den Sohn des verfeindeten Stammeshäuptlings.

Der Film läuft am Dienstagabend außerhalb des Wettbewerbs und wird im Programm der abendlichen Freiluftaufführungen auf der Piazza Grande für Tausende Zuschauer gezeigt.

Damit hat er die Chance, zum Festivalabschluss am 12. August den begehrten Publikumspreis zu gewinnen.  

apa/dpa/stol

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