Donnerstag, 07. April 2016

Kinder in Indien dürfen „Das Dschungelbuch“ nicht alleine sehen

Kinder in Indien, der Heimat des „Dschungelbuchs“, dürfen die neue Verfilmung des Buches nicht alleine im Kino sehen.

Solche Szenen wurden als "zu angsteinflößend" für die Kinder in Indien eingestuft.
Solche Szenen wurden als "zu angsteinflößend" für die Kinder in Indien eingestuft. - Foto: © LaPresse

Bis zum Alter von zwölf Jahren müssen sie von einem Erwachsenen begleitet werden, sagt die Zensurbehörde. „Die 3D-Effekte sind so furchteinflößend, weil die Tiere wirken, als sprängen sie direkt auf die Zuschauer“, sagte Behördenchef Pahlaj Nihalani der indischen Zeitung „DNA“.

Vorlage für den Spielfilm ist der berühmte Zeichentrickfilm von 1967. Allerdings ist die Welt des Jungen Mogli diesmal nicht so gemütlich wie in dem Disney-Comic. Die Abenteuer mit Balu dem Bär, Panther Baghira und dem bösen Tiger Shir Khan sind düsterer erzählt und rücken damit näher an das 1894 erschienene Buch von Rudyard Kipling heran.

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Das indische Zensurbehörde-Mitglied Ashoke Pandit wandte sich gegen seinen Vorsitzenden Nihalani. „Mit dieser Zertifizierung unterschätzt er in Wahrheit die Intelligenz der indischen Kinder“, sagte er der Zeitung „Hindustan Times“. Auch der Komponist des Films, Vishal Bhardwaj, halte in dem Film nichts für besonders unheimlich.

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In Deutschland wird der Film ab 14. April ohne Altersbeschränkung gezeigt. In anderen Ländern wie den USA gilt die Empfehlung, dass Eltern ihre Kinder begleiten sollten.

apa/dpa

stol