Mittwoch, 17. Februar 2016

War das der letzte „Bond“ mit Daniel Craig?

Es ist wie im echten Krimi: Zunächst ist alles unklar, mysteriös, zweideutig. Was gibt es Besseres für die Filmbranche als Spekulationen um Daniel Craig und seine Zukunft als „007“? Noch jagt der Brite in „Spectre“ im Namen Ihrer Majestät das Böse in der Welt – soll jetzt etwa Schluss sein mit James Bond?

Foto: © APA/AFP

Als erstes ließen die beiden US-Magazine „Variety“ und „Deadline“ die Bombe platzen. Der 47-jährige Craig plane den Wechsel ins Charakterfach. Es heißt, er solle in den USA in einer TV-Serien-Adaption von Jonathan Franzens Roman „Purity“ (deutscher Titel: Unschuld) mitspielen.

Zwar sei noch nicht alles unter Dach und Fach, doch neben Franzen selbst solle Todd Field das Drehbuch schreiben, als Produzent wird Scott Rudin genannt – das klingt hochkarätig.

Doch was heißt das? Würde Craigs Rolle in „Purity“ auch das Ende seiner Dienste als „007“ bedeuten?

Craig: Eher die Handgelenke aufschlitzen, als noch mal Bond sein

Mit aller Vorsicht und mit britischer Zurückhaltung nähert sich der Londoner „Independent“ dem Thema: „Falls er in Purity‘ auftreten sollte, bedeutet das nicht notwendigerweise, dass er nicht zurückkommt und James Bond spielt.“

Dabei hatte Craig höchstpersönlich Spekulationen über sich und seine Zukunft als Mr. Bond angeheizt. Ausgerechnet als im November „Spectre“ startete, äußerte er sich ungewöhnlich drastisch. „Ich würde eher ein Glas zerbrechen und mir die Handgelenke aufschlitzen“, als derzeit an einen weiteren Bond zu denken, meinte er.

Wenig später ruderte er zwar zurück, ließ wieder alles offen, aber bei den Fans blieb der Eindruck: Richtig begeistert ist er vom Agentendasein nicht mehr.

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Als 007 keine Chance auf den Oscar

„Für einen Schauspieler mit Ambitionen muss es einfach irgendwann auch ein Oscar sein“, hatte Craig schon vor Jahren einmal gesagt. Der Mann hat Ehrgeiz. Als „007“ käme er wohl niemals zum Oscar – eine Rolle in „Purity“ könnte ihm den Weg zu anderen Filmrollen und damit vielleicht zum begehrtesten Filmpreis der Welt ebnen.

apa/dpa

stol