Dienstag, 11. Juni 2019

Juristen erarbeiten Regelwerk zur Restitution von NS-Raubkunst

An der Universität Bonn hat ein internationales Forschungsprojekt zur Restitution (Rückerstattung) von Raubkunst aus der Nazizeit begonnen.

Die Universität Bonn erarbeitet ein Regelwerk zur Rückgabe von gestohlener jüdischer Kunst. - Foto: APA (dpa/Symbolbild)
Die Universität Bonn erarbeitet ein Regelwerk zur Rückgabe von gestohlener jüdischer Kunst. - Foto: APA (dpa/Symbolbild)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) fördere das auf fünf Jahre angelegte Projekt mit 873 000 Euro, teilte die Universität am Dienstag mit. Ziel sei die Erstellung eines internationalen Regelwerks in englischer Sprache, sagte Projektleiter Matthias Weller der Pressemitteilung zufolge.

1998 hatten sich mehr als 40 Staaten in Washington verpflichtet, „faire und gerechte Lösungen“ mit den Opfern des NS-Kunstraubs oder ihren Erben zu finden. Nach 20 Jahren der Restitutionspraxis fällt laut Weller auf, dass zunehmend in gleich gelagerten Fällen in verschiedenen Ländern unterschiedlich entschieden werde. Im Laufe des Projekts sollen die Fälle gesichtet und systematisiert werden, um Entscheidungsregeln zu formulieren – mit dem Fokus auf Deutschland, Österreich, Frankreich, Niederlande und Großbritannien.

dpa

stol