Sonntag, 17. September 2017

Kassel: documenta endet und geht in ungewisse Zukunft

Mit ungewisser finanzieller Zukunft ist am Sonntag die documenta 14 in Kassel zu Ende gegangen.

Der „Parthenon der Bücher“ war ein Highlight der Ausstellung.
Der „Parthenon der Bücher“ war ein Highlight der Ausstellung. - Foto: © LaPresse

Stadt und Organisatoren verzichteten auf eine gemeinsame Veranstaltung zum Abschluss. Denn der weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst in Kassel droht ein Millionendefizit.

In den vergangenen 100 Tagen besuchten laut documenta 850.000 Besucher die Ausstellung in Nordhessen.

„Parthenon der Bücher“ im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des Interesse stand am Sonntag erneut der „Parthenon der Bücher“. Seit den Morgenstunden standen Hunderte Besucher an, um eines der letzten 67.000 verbotenen Bücher zu bekommen. Diese hatten die Fassade des Tempelnachbaus gebildet.

Nach dem Wunsch der argentinischen Künstlerin Marta Minujín wurden sie an Besucher verteilt. Die 30 Ausstellungsorte der documenta waren am Sonntag noch bis in die Abendstunden geöffnet.

Zukunft ist ungewiss

Die Zukunft der documenta wird in den kommenden Tagen die Gesellschafter, das Land Hessen und die Stadt, weiter beschäftigten. Im Aufsichtsrat am Donnerstag sollen Ergebnisse der Untersuchung zum drohenden Defizit vorgestellt werden.

Die Gesellschafter wollen dann auch über Konsequenzen entscheiden. Touristisch dürfte die documenta trotzdem ein Erfolg für Kassel werden: Die Tourismusgesellschaft der nordhessischen Stadt rechnet bis Ende des Jahres erstmals mit über einer Million Übernachtungen in Kassel.

dpa

stol