Schicken Sie Kürzesttexte von maximal 400 Anschlägen inklusive Leerzeichen oder Kürzestgedichte (ca. 5 kurze Zeilen) per E-Mail an Sprachstelle des Südtiroler Kulturinstituts (sprache@kulturinstitut.org). Die Texte können auch nur aus einem längeren Satz bestehen.<BR />Wichtig: Nennen Sie Ihren Vornamen, Nachnamen und Wohnort. Mitmachen können Erwachsene, Jugendliche oder auch Kinder. Kinder werden gebeten, zusätzlich zu ihrem Namen und Wohnort auch ihr Alter anzugeben. Die schönsten Beiträge erscheinen hier auf STOL.<h3> Worüber ich mich trotzdem freue</h3>Zwischen all dem Leid, dem Verzicht und der Absurdität des Augenblicks freut mich vor allem eines. Zu sehen, zu hören, zu fühlen, was fehlt. Der Mensch dekliniert das eigene Sein und findet zur Essenz desselben. Dies ist die Stunde der ganz persönlichen Intimität.<BR /><b>Christoph Waldboth, Wien/Bozen</b><BR /><BR /><BR />Widr vorbei a Tog in Qarantäne,<BR />hueml verdruck i a Träne.<BR />An Umormung, an Händedruck,<BR />des winschet i mer sou gern zruck.<BR />Ober erscht iatz werd mer klor,<BR />wia selbstverständlich des fir mi wor.<BR />Olls auf wos mer iatz verzichtn miassn,<BR />wer mer drnoch um sou mehr geniassn.<BR /><b>Alexander Pfitscher, Meran</b><BR /><BR /><BR />Diese Stille und diese Ruhe, kein Stress mehr, kein ich muss noch dies oder das erledigen. Die Vögel zwitschern hören und lesen dürfen, wie die Tiere in der Natur wieder ihre Freiräume nutzen und genießen. Zeit sich zu sammeln und träumen. Ich hoffe, wir können uns und unserer Natur einen Teil davon erhalten, einsichtiger, respektvoller und demütiger werden.<BR /><b>Daniela Raifer, Meran</b><BR /><BR /><BR />vergissmeinnicht<BR /><BR />vorbei an diesem tulpenmeer<BR />hand in hand mit dir werde ich<BR />meine ersten schritte wagen<BR />vergiss die welke rose nicht<BR />die uns einst verband<BR /><b>Claudia Polver, Bozen</b><BR /><BR /><BR />Ich freue mich über die Leichtigkeit des Seins,<BR />wenn ich im Garten in der Hängematte vor mich <BR />hin döse und meine 10jährige Nichte Sophie mir<BR />zuruft: „Tante was machst du gerade?“<BR /><b>Edith Oberegger, St. Georgen</b><BR /><BR /><BR />Statt MEBO-Lärm quakt<BR />Im kirschblütenweißen Teich<BR />Die Froschgemeinschaft.<BR /><b>Hanna Battisti, Girlan</b><BR /><BR /><BR />Wie herrlich ist es an diesen warmen, sonnigen Frühlingstagen durch den eigenen Garten zu spazieren und sich an Blumen, Düften und Farben zu erfreuen!<BR />Es ist ein Erlebnis für alle Sinne!<BR /><b>Michaela Tumler, Schlanders</b><BR /><BR /><BR />Saubere Luft ein- und ausATMEN<BR />die Stille HÖREN, in ihr eintauchen <BR />den Körper, die Erde SPÜREN<BR />Wurzelverbindung nach unten<BR />Himmelverbindung nach oben<BR />Herzverbindung online. <BR />All-eins-sein <BR /><b>Heidi Pichler, Meran</b><BR /><BR /><BR />Als ich nach vielen Tagen der Quarantäne<BR />wieder vor die Türe trat,<BR />und er mich anstrahlte mit seinem Weiß,<BR />sagte ich einfach nur: - Wow! –<BR /><BR />„Ich bin frei!“ ruft der Vogel.<BR />„Ich bin frei!“ ruft die Wolke.<BR />„Endlich bin ich frei!“ ruft der Himmel.<BR />Und tatsächlich, kein einziger Kondensstreifen zeigt sich dort.<BR /><b>Marialuise Joas, Kaltern</b><BR /><BR /><BR />Sonne<BR />Himmel makellos blau<BR />und Zeit<BR />viel Zeit zum Genießen<BR /><b>Verena Frasnelli, St. Jakob/Leifers</b><BR /><BR /><BR />Die Altstadt schläft.<BR />Der Wind tanzt<BR />durch das offene Fenster,<BR />und ein paar Noten.<BR />Allegro Andante,<BR />das Solo einer Amsel.<BR />Ein neuer Morgen.<BR /><b>Isabella Pedrotti, Bozen</b><BR /><BR /><BR />Tageshell berührt die Augenlider, <BR />Sie öffnen sich und Dein Bild erscheint wieder. <BR />Der Zeiger der Uhr berührt die Sieben, <BR />Die Welt ist hörbar, oh Vöglein ihr lieben. <BR />Am Balkon stehend mit Blick am sonnigen Hang, <BR />Du wärst ja so nah, und groß ist der Drang. <BR />Ich schließ die Augen, wir sind wieder nah<BR />Ich weiß Dich geborgen, im Herz ich grad sah<BR />Ein gutes Gefühl, ein Zufall geschieht<BR />Und wieder wird klar, dass Gott uns stets sieht. <BR />Fünf Wochen sind's nun, oh Töchterchen<BR />Wir sehen uns! - Wir werden uns wiedersehn! <BR /><b>Matthias Weithaler, Klausen</b><BR /><BR /><BR />Corona hin Corona her<BR />die Straßen sind leer<BR />Nur Vögel die zwitschern<BR />und Tiere im Meer .... <BR /><BR />warum macht uns das so leer?<BR /><b>Eva Valtingojer v. Grebmer, Schenna</b><BR /><BR /><BR />Zeitloses Zerwürfnis<BR /><BR />Begeisterung bei bahnbrechenden Bananen-Blaubeer-Birnenbrot-Rezepten,<BR />Freude für fadenspieliges Ficchus-Fachkundln,<BR />Hoffnung hausiert in hochachtungsvoll-hartnäckigen Heimarbeiten, <BR />Inspiration im inbrünstigen Immerkraut-Sähen, <BR />Lebensfreude liebkost latent-lodernde Liebe.<BR />Zuversicht.<BR /><b>Elisa Eisenstecken, Südtirolerin in Innsbruck</b><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />