Dienstag, 16. Juni 2020

„Macht die Unsichtbaren sichtbar“: OEW sucht junge Filmemacher

(Un)sichtbar – so lautet der Titel des Kurzfilmfestivals für Jugendliche, das dieses Jahr erstmals im Rahmen des OEW-Filmfestivals stattfindet. In Zusammenarbeit mit Afzack sucht die OEW junge Filmemacher*innen, die jenen Menschen in Südtirol eine Stimme geben, die unsichtbar, übersehen oder ausgegrenzt am Rande unserer Gesellschaft leben.

Mit dem Kurzfilmwettbewerb „(Un)sichtbar“ wollen die Organisatoren des OEW den Jugendlichen nun in Zusammenarbeit mit Afzack die Möglichkeit geben, sich aktiv mit gesellschaftlicher Vielfalt auseinanderzusetzen und die Stimme zu heben.
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Mit dem Kurzfilmwettbewerb „(Un)sichtbar“ wollen die Organisatoren des OEW den Jugendlichen nun in Zusammenarbeit mit Afzack die Möglichkeit geben, sich aktiv mit gesellschaftlicher Vielfalt auseinanderzusetzen und die Stimme zu heben. - Foto: © Jakob Gebert
Seit 17 Jahren gibt es das OEW-Filmfestival für Ober- und Berufsschüler*innen. Jedes Jahr bringt die OEW–Organisation für Eine solidarische Welt in Brixen dafür Geschichten von Menschen auf die Kinoleinwand, die in unserer Gesellschaft keinen Platz zu finden scheinen. Aufgrund ihrer Herkunft, sexuellen Identität, sozialen Schicht, ihres gesundheitlichen Befindens oder ihres Werdegangs werden sie an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

Mit dem Kurzfilmwettbewerb „(Un)sichtbar“ wollen die Organisator*innen den Jugendlichen nun in Zusammenarbeit mit Afzack die Möglichkeit geben, sich aktiv mit gesellschaftlicher Vielfalt auseinanderzusetzen und die Stimme zu heben.

OEW-Mitarbeiterin Verena Gschnell, erklärt: „Seit Jahren versuchen wir beim OEW-Filmfestival Geschichten von Menschen zu thematisieren, die gegen den Strom schwimmen und sich dabei für ihre Rechte und die anderer einsetzen.“ Indem ihnen eine Stimme gegeben wird, verlieren Vorurteile und Stereotype ihre Macht. Oft geht es um Menschen, die arbeitslos oder unterbezahlt keinen Zugang zu jenen Orten haben, an denen wir uns sozialisieren und austauschen, die aufgrund ihres Äußeren oder ihres Lebensstils ausgeschlossen werden, die wegen ihrer Herkunft als unvertrauenswürdig abgetan werden oder in unserer Mehrheitsgesellschaft politisch nicht vertreten sind.

Afzack-Mitarbeiter Simon Wielnig betont: „Auch die Jugendlichen werden in unserer Gesellschaft oft nicht gehört oder ernst genommen. Mit dem Wettbewerb wollen wir ihnen die Möglichkeit geben, sich auszudrücken und mehr Sensibilität für Vielfalt zu schaffen.“
Für weitere Infos zu Filmlänge, Format und Richtlinien des Wettbewerbs können Interessierte an [email protected] schreiben. Einsendeschluss ist der 19. September 2020. Die eingereichten Kurzfilme werden anschließend auf großer Leinwand im Astra im Rahmen des OEW-Filmfestivals gezeigt. Eine würdige, vorurteilsbewusste Darstellung ist Bedingung.

Matthäus Kircher, Geschäftsführer der OEW, betont: „Beim OEW-Filmfestival bringen wir jedes Jahr rund 2.000 Schüler*innen Themen näher, die in reiner Theorie oft nur schwer fassbar sind.“ Der Wettbewerb ist ein neues Format, das den Jugendlichen vermehrt die Chance bieten soll, sich intensiv mit Themen zu beschäftigen, zu denen sie sonst kaum Bezug haben.


stol