Sonntag, 14. Februar 2016

Alle Mitglieder der Indie-Band Viola Beach getötet

Bei einem Verkehrsunfall in Schweden sind offenbar alle Mitglieder der britischen Indie-Band Viola Beach ums Leben gekommen.

Die britische Indie-Band Viola Beach soll bei einem Verkehrsunfall in Schweden ums Leben gekommen sein.
Die britische Indie-Band Viola Beach soll bei einem Verkehrsunfall in Schweden ums Leben gekommen sein. - Foto: © APA/AFP

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, stürzte das Auto mit fünf Insassen in der Nacht auf Samstag in Södertälje im Süden Stockholms von einer Brücke in einen Kanal. Der Zeitung „Aftonbladet“ zufolge saßen in dem Auto die vier Viola-Beach-Mitglieder und ihr Manager.

Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den Toten um fünf Briten. Auch das britische Außenministerium sprach von fünf Toten im Alter zwischen 20 und 35 Jahren.

Der Wagen mit den fünf Männern hatte sich Samstag früh mit hoher Geschwindigkeit einer beweglichen Brücke genähert, die für den darunter fahrenden Schiffsverkehr geöffnet und danach noch nicht wieder ganz geschlossen worden war. Das Fahrzeug durchbrach die Schranke und stürzte in den Kanal.

Auto "raste mit wahnsinniger Geschwindigkeit auf Brücke zu"

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge funktionierten die Warnsignale an der Brücke. Andere Autos hatten bereits angehalten und warteten auf die Weiterfahrt. Wie der Lastwagenfahrer Jonny Alexandersson dem „Aftonbladet“ sagte, raste das Auto mit einer „wahnsinnigen Geschwindigkeit“ von bis zu 80 Stundenkilometern auf die Bücke zu. Alle anderen Autos hätten gehalten.

Viola Beach war am Freitag auf einem Festival im schwedischen Norrköping aufgetreten und danach offenbar auf dem Rückweg nach Großbritannien. Die Organisatoren des Festivals erklärten, es deute „traurigerweise“ alles darauf hin, dass die Band bei dem Unfall ums Leben gekommen sei.

Andere Musiker zeigten sich bestürzt über das Unglück. Die Band The Enemy sprach im Kurzbotschaftendienst Twitter von einer „unglaublich tragischen und traurigen Nachricht“. Die Band Blossoms, mit der Viola Beach nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien auftreten sollte, zeigte sich „völlig erschüttert“ über den Tod der Musiker und ihres Managers.

Der Frontman der Rockband Travis, Fran Healy, schrieb bei Twitter, er sei „so traurig“. Ross Jarman von der Indie-Band The Cribs schrieb, sein Herz sei „bei den Jungs von Viola Beach und ihren Familien“. Auf der Facebook-Seite der Band hinterließen auch viele Fans Beileidsbekundungen.

apa/afp

stol