Freitag, 22. Januar 2016

Haydn Orchester: Wie die Sinfonie entstand

Eine Zeitreise zu den Ursprüngen einer musikalischen Gattung: Unter der Leitung von Ottavio Dantone spielt das Haydn Orchester in Bozen und St. Ulrich Werke von Sammartini, Haydn, Carl Philipp Emanuel Bach und Beethoven.

Foto: © D

Die Entwicklungsgeschichte der modernen Sinfonie ist ein Leitmotiv der laufenden Konzertsaison des Haydn Orchesters – und dieser Vorgabe wird der Klangkörper unter der Leitung von Ottavio Dantone an diesem Abend durchaus gerecht.

Am 26. Januar um 20 Uhr spielt das Orchester im Konzerthaus Bozen – mit der Sinfonie in G-Dur von Giovanni Battista Sammartini, der Sinfonie Nr. 81 in G-Dur von Joseph Haydn, der Sinfonie in D-Dur, Wq 183 von Carl Philipp Emanuel Bach und der Sinfonie Nr. 1 in D-Dur von Ludwig van Beethoven – ein Programm, dass die rasante Entwicklung der Sinfonie zur künstlerisch anspruchsvollen Gattung in der Orchestermusik des 19. Jahrhunderts hörbar nachvollzieht.

Sammartinis und Carl Philipp Emanuel Bachs Sinfonien sind – als leichte Unterhaltungsmusik – noch zehn Minuten kurz, Beethovens im April 1800 uraufgeführte 1. Sinfonie dauert bereits 25 Minuten, dessen „Neunte“ wird sich dann auf über eine Stunde ausdehnen. Das Konzert wird am 28. Januar um 20.30 Uhr im Kulturhaus in St. Ulrich wiederholt. 

Der 1960 geborene Barockspezialist Ottavio Dantone studierte Orgel und Cembalo am Konservatorium in Mailand und wurde 1985 und 1986 als Cembalist bei internationalen Wettbewerben in Paris und Brügge ausgezeichnet. Seit 1999 leitet er die Accademia Bizantina in Ravenna. Seit mehreren Jahren tritt er regelmäßig als Dirigent in den Repertoirebereichen Oper sowie barocke, klassische und romantische Orchestermusik auf den wichtigsten Konzertbühnen in auf. Mit dem Haydn Orchester debütierte er 2007 beim Rossini Opera Festival in Pesaro. 

stol

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