Donnerstag, 18. Mai 2017

Rocksänger Chris Cornell ist tot

Chris Cornell, der Sänger der Band Soundgarden, ist im Alter von 52 Jahren in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) gestorben, wie sein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag bestätigt hat.

Rocksänger Chris Cornell ist tot. - Foto: Youtube/Screenshot
Rocksänger Chris Cornell ist tot. - Foto: Youtube/Screenshot

Chris Cornell starb laut CNN am Mittwoch in Detroit auf Tournee mit Soundgarden. Als „plötzlich und unerwartet“ bezeichnete Brian Bumbery, Sprecher des Sängers, den Tod des Rockmusikers. Cornells Frau Vicky und die Familie seien geschockt und werden eng mit dem Gerichtsmediziner zusammenarbeiten, um die Ursache zu finden.

Cornell wurde am 20. Juli 1964 als Christopher John Boyle in der späteren „Grunge-Hauptstadt“ Seattle geboren. Anfang der 80er Jahre machte der Sänger erste Erfahrungen in Bands, mit Soundgarden („Black Hole Sun“) sollte er zum Star werden und ein neues Rock-Genre mitdefinieren.

Später versuchte sich Cornell, ein enger Freund der Band Pearl Jam, solo in diversen Stilen, gründete mit den Instrumentalisten von Rage Against The Machine die „Supergroup“ Audioslave und sang das Titellied für den Bond-Film „Casino Royal“ („You Know My Name“).

2010 gaben Soundgarden ihre Wiedervereinigung bekannt. Das Album „King Animal“ zwei Jahre später war ein beeindruckendes Comeback. „Wenn Reunions ausschließlich aus nostalgischen Gründen passieren, finde ich das traurig“, sagte der Ausnahmesänger in einem APA-Interview. 

Cornell gehörte zu den Mitbegründern der Grunge-Bewegung in der 1990er Jahren.

apa/dpa

stol