Samstag, 13. Mai 2017

West Side Story: „ Happy-Ends liegen mir nicht"

Christoph Messner spielt den Tony im Musical „West Side Story“, das am heutigen Samstag im Bozner Stadttheater Premiere feiert. STOL hat den aus Antholz stammenden Schauspieler und den Regisseur der Inszenierung Rudolf Frey zum Gespräch getroffen.

STOL traf den Hauptdarsteller aus West Side Story, Christoph Messner, und Regisseur Rudolf Frey zum Interview.
STOL traf den Hauptdarsteller aus West Side Story, Christoph Messner, und Regisseur Rudolf Frey zum Interview. - Foto: © D

Das Interview mit Rudolf Frey gibt es im Video zu sehen.

Zum Inhalt:In der West Side New York liefern sich zwei Gangs heftige Straßenschlachten: die US-amerikanischen Jets und die puertoricanischen Sharks. Die Jets wollen mit den unerwünschten Einwanderern 
endlich den entscheidenden Kampf um die Vorherrschaft im Viertel ausfechten. Riff, der Anführer der Jets, überbringt den Sharks bei einer Tanzveranstaltung die Herausforderung. Tony, der mit Riff die Jets gegründet hat, ist der Gang schon länger entwachsen. Trotzdem folgt er seinem alten Freund und verliebt sich Hals über Kopf in Maria, die Schwester des Sharks-Anführers Bernardo. Eine verbotene Liebe beginnt. Es kommt zum Duell: Riff gegen Bernardo. Als Tony in friedlicher Absicht dazwischen gehen will, nimmt der blutige Reigen seinen Lauf.

Vor der Premiere hat sich Hauptdarsteller Christoph Messner, der den Tony gibt, Zeit genommen STOL ein paar Fragen zu beantworten.

STOL: Herr Messner,sie spielen den jungen, frisch verliebten Tony im Stück. Wie identifiziert man sich mit einem verliebten Teenager?

Christoph Messner: Das ist nicht so schwierig. Man muss einfach etwas jünger und naiver spielen als man ist. Ich bin erst 31 und auch noch nicht ganz so erwachsen. Es fiel mir also nicht schwer. Außerdem sind wir in dem Stück nicht ganz Teenager. Teenager sind für mich 13 bis 14 Jährige, die gerade Mitten in der Pubertät sind. Wir spielen Jugendliche – also Anfang 20.

STOL: Tony ist eine der großen romantischen Rollen des 20. Jahrhunderts. Was bedeutet diese Rolle für Sie?

Messner: Mir bedeutet diese Rolle sehr viel: Es geht dabei ein Traum in Erfüllung. Für einen Musical-Tenor ist die Partie etwas Tolles. Ich wollte immer schon in West Side Story mitspielen.

STOL: Welches ist Ihr Lieblingslied im Stück?

Messner: Mein Lieblingsstück ist das Duett zwischen Anita und Maria. Es heißt „A Boy like that” und “I have a love”. Am Anfang bekriegen sie sich gesanglich und finden zum Schluss trotzdem eine gemeinsame Lösung für ihren Konflikt.

STOL: Wie ist es, wieder in Südtirol auf der Bühne zu stehen?

Messner:  Wunderbar! Es ist immer wieder etwas Einzigartiges, in Südtirol auf der Bühne zu stehen. Vor zwei Jahren war ich bereits hier bei „Anatevka“. Umso mehr freu ich mich, wieder hier auf der Bühne zu stehen. Wir haben ein wundervolles Ensemble: Einen tollen Choreographen, einen tollen Regisseur, einen tollen Bühnenbildner und ein super Orchester mit über 40 Leuten, ein Ensemble mit über 30 Leuten. Ich freu mich schon wahnsinnig auf die Premiere.

STOL: Nun noch eine impertinente Frage: Wie ist es jeden Abend auf der Bühne zu sterben?

Messner:  Ich habe schon in zwei Produktionen sterben "dürfen". Es freut mich umso mehr, jetzt zum dritten Mal sterben zu "dürfen". Es fällt mir eigentlich sehr leicht, denn „ Happy-End-Stories“ liegen mir gar nicht. Ich freu mich immer wieder, wenn es Tote gibt. Es ist immer etwas sehr Spezielles.

Interview: Hanna Widmann

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Premiere ist am Samstag Samstag, 13. Mai um 20 Uhr. 

Weitere Vorstellungen: Donnerstag, 18. Mai, 20 Uhr - Freitag, 19. Mai, 20 Uhr -  Samstag, 20. Mai, 20 Uhr - Sonntag, 21. Mai, 18 Uhr - Mittwoch, 24. Mai, 20 Uhr - Donnerstag, 25. Mai, 20 Uhr - Freitag, 26. Mai, 20 Uhr - Samstag, 27. Mai, 20 Uhr - jeweils im Stadttheater Bozen im Großes Haus.

stol