Dienstag, 21. September 2021

Transart: Performance, Kunst, Forschung und Musik im NOI

Mit zwei Tagen im Zeichen von Performance, Kunst, Forschung und Musik geht das Transart Festival auf die Zielgerade seiner 21. Ausgabe.

Extremperformance des Bildhauers Peter Senoner:  16 Stunden lang wird er  unter lebensfeindlichen Bedingungen im terraXcube an einer Skulptur arbeiten.
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Extremperformance des Bildhauers Peter Senoner: 16 Stunden lang wird er unter lebensfeindlichen Bedingungen im terraXcube an einer Skulptur arbeiten.
Den Beginn macht am 23. September ab 12.00 Uhr im NOI Techpark der Bildhauer Peter Senoner, der in einer 16-stündigen Performance unter den extremen Bedingungen des terraXcube arbeiten wird.

Kunst unter lebensfeindlichen Bedingungen

Diese vom NOI zur Verfügung gestellte Struktur ist in der Lage, extreme klimatische Bedingungen in zu reproduzieren, die normalerweise für wissenschaftliche Forschungszwecke genutzt werden. Zwei Tage lang, von 12.00 bis 20.00 Uhr, arbeitet der Künstler in diesem außergewöhnlichen temporären Atelier an einer lebensgroßen Skulptur unter grenzwertigen Klimabedingungen, bei einer Temperatur von -10°, inmitten eines künstlichen Schneesturms auf einer simulierten Höhe von 4000 Metern. Eine echte Kraftprobe, die die Frage beantwortet: Ist es möglich, Kunst unter lebensfeindlichen Bedingungen zu schaffen?

Peter Senoner wird ständig überwacht und seine Vitalparameter wiederum zum Ausgangspunkt für großformatige Zeichnungen des Künstlers. Das Publikum kann diese Aufführung von außen über die Kontrollfenster, aber auch für kurze Zeit von innen, ausgestattet mit der erforderlichen Ausrüstung verfolgen. Die Performance wird auch im Streaming auf der Website der 104 Galerie in Tokyo auf http://104galerie.com.

Art meets Maker Space

Das von Victoria Dejaco kuratierte Projekt Art meets Maker Space nutzt andere, weniger unbehagliche Räume des Technologieparks, ausgestattet mit hochmodernen Maschinen, den Maker Space. Drei Künstlerinnen - Julia Frank, Thea Moeller und Veronika Eberhart - nutzen im Rahmen einer Kurzresidenz die Räumlichkeiten und schaffen ausgehend von ihren jeweiligen künstlerischen Praktiken und Ansätzen Kunstwerke. Präsentiert werden diese dann vom 26. September bis 3. Oktober während der Bozner Kunstwoche. So wird ein expliziter Vergleich zwischen Produktionsmitteln, ihrem Gebrauch und ihren gesellschaftlichen und politischen Implikationen gezogen.




„Die im NOI Techpark angesiedelten künstlerischen Projekte befassen sich mit Technologien, Räumen und Labors, die Unternehmen und Forscher täglich nutzen, um neue Produkte und Lösungen zu entwickeln, die über Standards hinausgehen und unsere Welt verbessern“, erklärt Giuseppe Salghetti Drioli, verantwortlich für “Place, Press & Community“ im NOI Techpark. „Die Gegenwart neu lesen, um die Zukunft zu erfinden. Das tut Innovation und das tut auch die zeitgenössische Kunst, bietet neue Visionen und immer wieder anregende Fragen. Deshalb ist die Partnerschaft mit Transart für uns eine strategische und zugleich ganz selbstverständliche Zusammenarbeit.“


Klangarchitektur

Die dritte Säule in diesem intensiven Programm im NOI ist die musikalisch-architektonische Dimension des eigenen Schwerpunktes, den Transart in diesem Jahr anlässlich des 20. Todestages dem griechischen Komponisten Iannis Xenakis widmet. Räume öffnen, Räume begehen, Raum und Zeit ertasten, Konstellationen erfühlen, greifen, nicht begreifen – ergreifen, Texturen, Massen, Klang: Iannis Xenakis vermochte es, radikal neue Klangarchitekturen zu erschaffen, raumgreifend Klangmassen zu modellieren. Er war Pionier und Vordenker beim Einsatz von Computer und Automatisierung in der Musik, zielte auf ihre Verräumlichung.

In der Kranhalle des NOI finden diese Elemente zusammen, zunächst in der Installation N-Polytope des kanadischen Künstlers Chris Salter, die hier am 22.9. um 18 Uhr eröffnet wird und bis zum Festivalabschluss am 24.9. zu sehen ist.




Die Installation und das Ex-Alumix werden gleichzeitig Teil des großen Finales von Transart mit dem Titel “Architekturen, Klanggesteinsbrocken aus dem Xenakis Massiv“ - die Musiker*innen des Haydn-Orchesters von Bozen und Trient unter der Leitung von Finnegan Downie Dear, die Solisten Luca Lavuri (Klavier) und die conTakt Percussion-Group formen in Symbiose mit der künstlichen Intelligenz des N-Polytope von Chris Salter einen einmalig zu erlebenden dynamischen Raum.





Programm

22.09.-24.09.
Bozen > NOI TECHPARK > 18.00 Uhr Opening
Chris Salter > N-POLYTOPE
Behaviors in Light and Sound after Iannis Xenakis
Die Installation wird am 22. September um 18:00 Uhr eröffnet und ist am 23. und 24. September von 7:45 bis 21:45 Uhr zu besichtigen.

23.-24.09
Bozen > NOI TECHPARK TERRA X-CUBE > 12.00 – 20.00 Uhr
Peter Senoner > ARTARCTIC
In collaboration with Terra X-Cube NOI Techpark
Thanks to Doris Ghetta / 104 Galerie Tokyo

24.09.
Bozen > NOI TECHPARK > Voltastr. 13 > 20.00 Uhr Opening
Art meets Maker Space – 3 artists in residence
Julia Frank . Thea Moeller . Veronika Eberhart
Ausstellung 26.09. – 03.10. von 7.45 Uhr bis 21.45 Uhr
Curated by Victoria Dejaco

24.09.
Bozen > NOI TECHPARK > Voltastr.13 > 21.00 Uhr
ARCHITEKTUREN
Haydn Orchester . conTakt. Luca Lavuri
Co-Curated by Hannes Kerschbaumer

Info und Tickets

www.transart.it

Auch in diesem Jahr wird es begrenzte Teilnehmer*innenzahlen bei den TRANSART Veranstaltungen geben. Deshalb möchten wir das Publikum bitten, sich möglichst früh das Ticket zu besorgen. Sollte eine Pandemie bedingt Absage notwendig sein, wird das Geld rückerstattet.

Der Green Pass ist für die Teilnahme an den Veranstaltungen verpflichtend.
Bei Veranstaltungen ohne Eintritt ist eine Reservierung erforderlich.
Der Ticketverkauf wird über das Stadttheater Bozen abgewickelt.
0471 053 800 - [email protected]

stol/vs