Mittwoch, 10. Januar 2018

100 Flüchtlinge vor der Küste Libyens vermisst - VIDEO

Vor der Küste Libyens werden nach Angaben der Küstenwache des nordafrikanischen Landes bis zu 100 Flüchtlinge vermisst. Sie hätten sich an Bord eines Schlauchbootes befunden, dessen Boden zerstört war und sich an die Überreste geklammert, teilte die Küstenwache am Mittwoch mit.

Die Migrationsroute über das Mittelmeer ist die gefährlichste der Welt.
Die Migrationsroute über das Mittelmeer ist die gefährlichste der Welt. - Foto: © APA/AFP

Bei drei Rettungsaktionen vor der Küste unweit der Hauptstadt Tripolis im Westen des Landes seien am Vortag fast 280 Flüchtlinge gerettet worden. Die meisten von ihnen stammten aus afrikanischen Ländern, hieß es weiter.

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„Ein weiteres dramatisches Unglück vor der libyschen Küste: Nach dem dritten tödlichen Schiffbruch seit Samstag im Mittelmeer werden bis zu 100 Migranten vermisst“, twitterte der Sprecher der Internationalen Organisation für Migration, Flavio Di Giacomo, am Mittwoch. „Mehr als 200 Migranten kamen 2018 bereits im Meer ums Leben.“

Libyen ist das wichtigste Transitland für Flüchtlinge, die nach Europa wollen. Schätzungen zufolge sitzen zwischen 400.000 und eine Million Migranten in dem von Gewalt und Bürgerkrieg zerrütteten Land fest und hoffen auf eine Überfahrt.

Die Migrationsroute über das Mittelmeer ist die gefährlichste der Welt. 2017 starben nach IOM-Angaben mehr als 3000 Menschen in den Fluten.

dpa/stol

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