Dienstag, 24. Juli 2018

4.760 Käferarten leben in Südtirol

Eine neue Publikation des Naturmuseums beleuchtet die Situation der Käfer in Südtirol: Demnach sind heute 4.760 Arten für Südtirol bekannt, 394 mehr im Vergleich zu vergangenen Studien. Aber es gibt auch Verluste: 427 Arten gelten als verschollen.

Eine der 4.760 Käferarten in Südtirol ist der Leiterbock. - Foto: Maier H.
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Eine der 4.760 Käferarten in Südtirol ist der Leiterbock. - Foto: Maier H.

Der Tiroler Autor Manfred Kahlen zeichnet in der Publikation „Die Käfer von Südtirol. Ein Kompendium“ ein aktuelles Bild des Käferbestandes in Südtirol. Heute sind demnach 4.760 Arten für Südtirol bekannt. Im Vergleich zu den bisherigen Studien bedeutet das einen Zuwachs von 394 Arten. Doch leider gibt es auch Verluste zu beklagen: 427 Arten müssen als verschollen angesehen werden, d.h. die Lebensräume dieser Arten wurden zerstört bzw. stark beeinträchtigt, trotz Nachsuche liegen davon keine rezenten Daten vor; unter den verschollenen wurden einige auch als ausgestorben deklariert.

Der in Hall in Tirol geborene Autor Manfred Kahlen beschäftigt sich seit 1962 mit der Faunistik, Tiergeographie und der Ökologie der Käfer des Alpenraumes, arbeitete als Amtssachverständiger für Naturkunde beim Land Tirol und wirkt seit 1975 als freie Mitarbeiter am Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, wo sich auch seine 8.257 Arten und 156.133 Exemplare umfassende Käfersammlung befindet. Ein wichtiger Wegbegleiter und Lehrmeister Kahlens war Alexander von Peez (1903-1981), einer der bedeutendsten Käferexperten seiner Zeit. Peez wohnte in Brixen und vermachte seine Käfersammlung dem Land Südtirol, die heute im Naturmuseum Südtirol untergebracht ist. Die enge Freundschaft und Liebe zu den Käfern führte Kahlen immer wieder nach Südtirol, wo er Sammelexkursionen unternahm und auch bei einigen Projekten mitarbeitete.

stol

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