Sonntag, 20. September 2015

75 von den USA trainierte Rebellen nach Syrien gebracht

Eine Gruppe von den USA für den Kampf gegen die Jihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) ausgebildeter Rebellen ist nach Angaben von Aktivisten in der syrischen Provinz Aleppo eingetroffen.

75 von den USA ausgebildete Kämpfer, sollen in Syrien gegen den IS vorgehen.
75 von den USA ausgebildete Kämpfer, sollen in Syrien gegen den IS vorgehen.

Die 75 Kämpfer seien in einem Camp in der Türkei unweit der Hauptstadt Ankara ausgebildet und zwischen Freitag und Samstagmorgen nach Syrien gebracht worden. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit. Sie seien mit leichten Waffen und Munition ausgerüstet.

Die Gruppe Kämpfer kam demnach mit einem Fahrzeugkonvoi unter dem Schutz der Luftstreitkräfte der US-geführten Militärkoalition gegen den IS ins Land, wie die Beobachtungsstelle weiter mitteilte. Die Rebellen sollen demnach nun mit zwei weiteren von den USA unterstützten Gruppen zusammenarbeiten.

Ausbildungsprogramm begann bereits im Frühjahr

Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk im Bürgerkriegsland Syrien, ihre Informationen sind von unabhängiger Seite kaum überprüfbar.

Washington hatte im Frühjahr damit begonnen, gemäßigte syrische Rebellen für den Kampf gegen die IS-Jihadisten auszubilden. Das Programm war aber eher schleppend angelaufen.
Am Sonntagmittag sollte der Beobachtungsstelle sowie einem örtlichen Vertreter zufolge außerdem in drei umkämpften Ortschaften erneut eine Waffenruhe in Kraft treten.

Die Kämpfe sollten in den schiitischen Dörfern Fuaa und Kafraja in der Provinz Idlib eingestellt werden; es handelt sich um die einzigen dort noch von den Regierungstruppen gehaltenen Ortschaften. Auch in der von den Rebellen kontrollierten Stadt Sabadani nahe der libanesischen Grenze sollten die Waffen schweigen.

apa/afp

stol