Montag, 07. August 2017

Ärzte ohne Grenzen bestreitet Anlegeverbot in Sizilien

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen bestreitet Medienberichte über ein angebliches Anlegeverbot seines Such- und Rettungsschiffes „VOS Prudence“ in Lampedusa.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen bestreitet Medienberichte über ein angebliches Anlegeverbot seines Such- und Rettungsschiffes „VOS Prudence“ in Lampedusa.
Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen bestreitet Medienberichte über ein angebliches Anlegeverbot seines Such- und Rettungsschiffes „VOS Prudence“ in Lampedusa. - Foto: © LaPresse

Die NGO betonte in einer Presseaussendung am Montag, dass ihre Rettungseinsätze völlig transparent seien und in Übereinstimmung mit dem internationalen Seerecht sowie in enger Koordination mit den zuständigen Behörden stattfinden.

„Die Leitstelle für die Koordination der Seenotrettung in Rom (MRCC – Maritime Rescue Coordination Centre) hatte die Prudence zuvor angewiesen, die geretteten 127 Passagiere nach Lampedusa zu bringen. Da die Prudence zu viel Tiefgang hat und nicht in den Hafen einlaufen kann, wurden die Passagiere an die italienische Küstenwache übergeben. Es handelt sich dabei um ein übliches Vorgehen. Die Prudence ist dann weiter nach Catania gefahren“, berichtete die Organisation in der Aussendung.

Das einzige Ziel des Rettungseinsatzes sei es, akut bedrohtes Leben zu retten. „Ärzte ohne Grenzen hat in diesem Jahr mehr als 18.000 Menschen in Seenot unterstützt. Alle Rettungseinsätze werden von der italienischen Küstenwache koordiniert“, betonte die NGO. Ärzte ohne Grenzen zählt zu den NGOs, die nicht den von der italienischen Regierung verfassten Verhaltenskodex unterzeichnet haben.

apa

stol