Sonntag, 01. Mai 2016

AfD setzt Bundesparteitag mit Debatte über den Islam fort

Die Alternative für Deutschland, kurz AfD, hat ihren Bundesparteitag am Sonntag in Stuttgart fortgesetzt. Erster Punkt auf der Tagesordnung war eine Debatte über „deutsche Leitkultur“ und den Islam.

Am Sonntag wird beim Bundesparteitag der AfD in Stuttgrad erstmals ein Parteiprogramm beschlossen.
Am Sonntag wird beim Bundesparteitag der AfD in Stuttgrad erstmals ein Parteiprogramm beschlossen. - Foto: © APA/AFP

Nachdem die rund 2 000 Parteimitglieder am Samstag vor dem Stuttgarter Messegelände von feindseligen Demonstranten empfangen worden waren, blieb es am Sonntag ruhig.

Die Alternative für Deutschland hat sich vorgenommen, drei Jahre nach ihrer Gründung erstmals ein Parteiprogramm zu beschließen. Der erste Tag des Parteitages war von Spannungen zwischen einigen Mitgliedern des Bundesvorstandes begleitet.

Mäßige Bilanz: Nur über 2 von 14 Artikel in Programm abgestimmt

Am Samstag hatten die Mitglieder über 2 von 14 Artikeln des Programms abgestimmt. Sie sprachen sich dafür aus, die Befugnisse Brüssels zu beschneiden. Sollte dies nicht geschehen, will sich die AfD für einen Austritt Deutschlands aus der EU einsetzen. Parteichefin Frauke Petry betonte allerdings, dies sei eine langfristige Perspektive.

Zum Thema Zuwanderung heißt es in dem Programm: „Wir dürfen nicht den Fehler der 60er und 70er Jahre wiederholen und zur Beschaffung von Arbeitskräften ins Ausland schauen.“ Niemand solle einfach über die Grenze kommen und in Deutschland Asyl beantragen dürfen.

dpa

stol