Freitag, 03. August 2018

Afghanistan: 20 Tote bei Selbstmordanschlag

Bei einem Angriff auf eine schiitische Moschee in der ostafghanischen Provinz Paktia ist die Zahl der Toten auf 20 gestiegen. Nach unterschiedlichen Angaben der Polizei und der Provinzregierung wurden zwischen 25 und 50 weitere Menschen verletzt. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff.

Seit die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit einer Anschlagsserie auf Schiiten begonnen hat, nehmen die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten in Afghanistan zu.
Seit die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit einer Anschlagsserie auf Schiiten begonnen hat, nehmen die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten in Afghanistan zu. - Foto: © shutterstock

Nach Polizeiangaben drangen während des Freitagsgebets zwei Bewaffnete in die Moschee in der Provinzhauptstadt Gardes ein und eröffneten das Feuer auf die Gläubigen. Beide Attentäter hätten kurz darauf ihre Sprengstoffwesten gezündet. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Angriff.

In Gardes gibt es nach Angaben der Provinzregierung nur eine kleine schiitische Gemeinde, der rund 200 Familien angehören.

Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten sind in Afghanistan traditionell nicht stark ausgeprägt. Sie nehmen aber zu, seit die in Afghanistan seit 2015 präsente Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit einer Anschlagsserie auf Schiiten begonnen hat.

apa/reuters/afp

stol