Donnerstag, 19. November 2015

Assad: Kein politischer Prozess vor Zerschlagung der Terroristen

Der syrische Präsident Bashar al-Assad hat praktisch die Rückeroberung der an Rebellen verlorenen Gebiete zur Voraussetzung für eine Beilegung der Krise erklärt.

Der syrische Präsident Bashar al-Assad
Der syrische Präsident Bashar al-Assad - Foto: © APA/EPA

Auf die Frage nach einem Zeitplan sagte Assad am Mittwochabend im italienischen Fernsehen (Rai-1): „Nichts wird beginnen, bevor der Terrorismus nicht besiegt ist. Nichts kann beginnen, solange ein Großteil Syriens von Terroristen besetzt ist.“

Assad forderte von Paris eine Änderung der französischen Politik in Syrien und im Kampf gegen den Terrorismus. „Solange die französische Regierung den Terrorismus nicht ernsthaft bekämpft, solange werden wir keine Zeit verschwenden, mit einem Land, einer Regierung oder einer Institution zusammenzuarbeiten, die den Terrorismus unterstützen“, sagte Assad dem französischen Magazin „Valeurs Actuelles“, das am Donnerstag erschien. Er warf Frankreich in diesem Zusammenhang vor, Verbündete von Saudi-Arabien und Katar zu sein.

Scharf kritisierte Assad die Politik der Türkei. Sie spiele die gefährlichste Rolle in dieser Situation, „denn die Türkei hat den Terroristen jegliche Unterstützung geboten“. „Einige Länder unterstützen die Nusra-Front, die mit Al-Kaida verbunden ist, andere Daesh (Terrormiliz IS). Die Türkei unterstützt sie beide, und zugleich auch noch andere“, sagte er.

apa/dpa

stol