Montag, 04. Januar 2016

Auch Bahrain bricht diplomatische Beziehungen zum Iran ab

Nach Saudi-Arabien hat auch die Golfmonarchie Bahrain ihre diplomatischen Beziehungen zum schiitischen Iran abgebrochen.

Foto: © APA/AFP

Die Regierung habe den iranischen Diplomaten 48 Stunden Zeit gegeben, das Land zu verlassen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur BNA am Montag. Bahrain schließe zudem seine diplomatische Vertretung in Teheran und ziehe sein Personal von dort ab.

Die Entscheidung sei eine Reaktion auf die zunehmende „offene und gefährliche Einmischung“ des Irans nicht nur in die Angelegenheiten Bahrains, sondern auch die der anderen arabischen Staaten, hieß es weiter. Bahrain warf Teheran zudem vor, Terroristen zu unterstützen sowie Zerstörung und Unruhe zu verbreiten.

Sunniten an der Macht

Das arabische Königreich Bahrain wird von einem sunnitischen Herrscherhaus regiert. Die Mehrheit der Bevölkerung ist jedoch schiitisch.

Während der arabischen Aufstände ließ die Regierung Proteste von Schiiten mit Gewalt niederschlagen. Unterstützt wurde sie dabei von Saudi-Arabien, einem engen Verbündeten.

dpa

stol