Dienstag, 27. Januar 2015

Auschwitz: Putin warnt bei Moskauer Gedenken vor Geschichtsfälschung

Zum 70. Jahrestag der Befreiung des einstigen NS-Konzentrations- und -Vernichtungslagers Auschwitz hat der russische Staatschef Wladimir Putin vor einer Verfälschung der Geschichte gewarnt.

Foto: © APA/EPA

„Jegliche Versuche, die Ereignisse zu vertuschen und zu verzerren sowie die Geschichte umzuschreiben, sind inakzeptabel und unmoralisch“, sagte Putin am Dienstag im Jüdischen Museum in Moskau.

Dort führte er eine Gedenkfeier zur Auschwitz-Befreiung. In Auschwitz-Birkenau waren in den Jahren 1940 bis 1945 etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet worden, die meisten von ihnen Juden. Sowjetische Soldaten befreiten das Lager am 27. Jänner 1945.

In der vergangenen Woche sorgte der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna für Wirbel, als er erklärte, dass Auschwitz von „Ukrainern“ befreit worden sei. Das russische Außenministerium warf Polen daraufhin „antirussische Hysterie“ und eine „Verhöhnung der Geschichte“ vor.

apa/afp/dpa

stol