Dienstag, 10. April 2018

Bande schleust Tunesier mit Schnellbooten nach Sizilien

Die Staatsanwaltschaft von Palermo hat eine Schlepperbande zerschlagen, die Überfahrten für Migranten zwischen Tunesien und Sizilien mit Schnellbooten organisierte.

Mit den Motorbooten legte die Bande in lediglich vier Stunden die Strecke zwischen der tunesischen Provinz Nabeul und der sizilianischen Stadt Trapani zurück.
Mit den Motorbooten legte die Bande in lediglich vier Stunden die Strecke zwischen der tunesischen Provinz Nabeul und der sizilianischen Stadt Trapani zurück. - Foto: © shutterstock

Die Flüchtlinge zahlten hohe Beträge für den Transport auf die süditalienische Insel, berichteten die Ermittler. 13 Personen – Tunesier, Marokkaner und Italiener – wurden festgenommen, teilte die Polizei am Montag mit.

Dank der kleinen und schnellen Boote konnten die Migranten Kontrollen umgehen und illegal nach Europa einreisen, hieß es. Die Ermittler schlossen nicht aus, dass auf diesem Weg auch Terroristen nach Italien gelangt sein könnten. Mitglieder der Schlepperorganisation, der gefährliche tunesische Kriminelle angehörten, hatten demnach Kontakte zu fundamentalistischen Kreisen. Einige von ihnen betrieben anti-westliche Propaganda auf Internet-Plattformen.

Mit den Motorbooten legte die Bande in lediglich vier Stunden die Strecke zwischen der tunesischen Provinz Nabeul und der sizilianischen Stadt Trapani zurück. An Bord wurden bis zu 15 Personen genommen, die an die 5.000 Euro für die Fahrt zahlten. Die Organisation verfügte über logistische Stützpunkte für die Migranten, die auf Sizilien eintrafen. Die Mitglieder der Bande wurden wegen Begünstigung der illegalen Einwanderung und wegen Zigarettenschmuggels angezeigt.

apa

stol