Mittwoch, 06. Mai 2015

Bei GIS gibt es Handlungsbedarf

Kürzlich fand im Hotel „Hochrain“ in Raas die Versammlung der Ortsgruppe Natz/Schabs des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) statt.

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Ortsobmann Norbert Delazer berichtete, dass sich der Ortsausschuss ausführlich mit den Bauleitplanänderungen, der Gemeindeimmobiliensteuer, der Verwendung des Nato-Areals und mit den Seilbahnen Plose und Gitschberg befasst hat.

Bei der Herbstfahrt der Ortsgruppe wurden das Wasserkraftwerk in Kardaun, die Spezialbier-Brauerei Forst und das Hotel „Andreus“ in St. Leonhard/Passeier besichtigt. Zudem wurde ein Seminar zum energetischen Bauen und Sanieren im Gastgewerbe durchgeführt. Delazer verwies auch auf die gute Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein. Trotz Reduzierung der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) in Natz/Schabs sei diese Steuer sehr hoch, weswegen es weiter Handlungsbedarf gebe.

Tiefgaragen sollten gänzlich befreit werden, da diese einen wesentlichen Beitrag für das Landschaftsbild und für die Einsparung von landwirtschaftlichem Grün beitragen würden, meinte der Ortsobmann. Zudem betonte er, dass der Erfolg im Wintertourismus nicht zuletzt von einer schnellen Erreichbarkeit der Skigebiete Plose und Jochtal/Gitschberg abhängig sei. Insofern sei es auch für die Hotels im Natz/Schabs wichtig, dass insbesondere die Plose Entwicklungsperspektiven erhält.

Bürgermeister Peter Gasser verwies auf die zahlreichen Initiativen der Gemeinde zur Förderung des Tourismus. Er meinte, dass der Tourismus im Gemeindegebiet viele Arbeitsplätze biete und dass die Wertschöpfung aus dem Tourismus weit über 10 Millionen Euro ausmache. Deshalb sei es richtig, diesen Sektor stark zu unterstützen.

Bei der Gemeindeimmobiliensteuer brauche es Korrekturen, meinte der Bürgermeister, beispielsweise weil die GIS der gewerblichen Betriebe an den Staat weitergeleitet werden müsse. „Eine Reduzierung muss deshalb in der Gemeinde gegenfinanziert werden“, sagte Gasser. Die Spielräume dafür seien aber eng. Gasser informierte weiteres über die geplanten Radwege im Gemeindegebiet, speziell den Radweg Schabs-Neustift über Schabser Höhe. In Bezug auf die Verlegung des Glasfasernetzes teilte er mit, dass innerhalb 2016 alle Betriebe und Haushalte ans Glasfasernetz angebunden werden sollten.

Vizepräsident und Bezirksobmann Helmut Tauber hob hervor, dass momentan im Tourismus einiges auf dem Prüfstand stehe, so etwa die Neuorganisation der Tourismusorganisationen. Weiters verwies Tauber auf die Gemeindewahlen und meinte, dass sich die Unternehmer der Verantwortung stellen müssen. „Wichtige Entscheidungen werden in den Gemeindestuben getroffen. Die Wirte müssen dabei mitreden“, unterstrich Tauber. Schließlich appellierte er, in Zukunft verstärkt unter den Sektoren zusammenzuarbeiten, und erwähnte als jüngstes Beispiel die Gründung der Genossenschaft „EisackWein“, wo versucht wird, den Weinsektor mit dem touristischen Sektor enger zu verzahnen.

David Winkler, Mitarbeiter der Rechtsabteilung im HGV Bozen, sprach über die Pflichtdokumentation in den Bereichen Arbeitssicherheit und Hygiene, während Patrick Costadedoi, Mitarbeiter der Personalberatung im HGV Brixen, über Arbeitsverträge sowie Lohnkosten im Gastgewerbe informierte.

HGV Pressedienst, Bozen

stol